Aurich - Die Auricher Kunstschule mit dem „miraculum“ sucht eine neue Leitung. Zum Jahresende verlässt Steffi Leferink (46) die Einrichtung, die sie seit 14 Jahren leitet. Jetzt sucht die Stadt eine Nachfolge, hat die Stelle in Vollzeit und unbefristet ausgeschrieben. Der Wechsel, für den Leferink öffentich persönliche Gründe angibt, kommt überraschend, denn die Kunstschule zieht voraussichtlich zum Ende des kommenden Jahres in ein historisches Gebäude an der Ecke Osterstraße/Große Mühlenwallstraße um.
In dieses historische Eckhaus in der Auricher Osterstraße soll Ende 2024 die Kunstschule Aurich mit dem Mitmachmuseum „miraculum“ einziehen.
ggmDas Gebäude wird von der Stadt Aurich mit großem Aufwand restauriert und angebaut. Dort soll auch das Mitmachmuseum „miraculum“ einziehen. Die Kunstschule befindet sich während der Übergangsphase im ehemaligen Möbelhaus Jakobs, wo die Kurse weiter sehr gut angenommen werden. Leferink selbst war bisher für ein Gespräch nicht zu erreichen.
Kunstschule im Umbruch
Dem nun vorbereiteten Umzug ging ein Kraftakt durch voraus, weil die Stadt durch die höheren Baukosten das Projekt in dem historischen lieber erneut verschoben hätte. Die Museumsleitung, aber auch ehemalige Mitarbeiter, darunter Ex-Leiter Rainer Strauß, und Freunde der Kunstschule machten sich für die Einrichtung. Den Ausschlag gab - kurz vor der Abstimmung im Stadtrat - eine Unterschriftensammlung des Auricher Künstlers Peter Veckenstedt über das Internet. Mehrere Tausend Auricher stellten sich hinter die Kunstschule und den Umzug ins neue Gebäude. In der Einrichtung haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene Gelegenheit sich auf vielen Feldern künstlerisch zu betätigen. Das „miraculum“, das noch neben dem Historischen Museum seinen Sitz hat, bietet dabei auch Motto-Events an, die sich in der Vergangenheit mit dem Mittelalter oder der Römerzeit beschäftigten. Im neuen Domizil sollen auch Angebote im Freien möglich sein.
Umbau geht weiter voran
Der Umbau und die Restaurierung des historischen Gebäude geht indessen weiter voran. Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, will die Verwaltung genau den weiteren Fortgang der Arbeiten verfolgen. Das hatte Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß zum Baubeginn angekündigt. In kurzen Zeiträumen werde das Bauamt Rückmeldungen erhalten, hieß es zum Baubeginn. Auch von der Stadt war bisher keine Stellungnahme zu erhalten. Erwartet wird in der Stellenausschreibung von der neuen Leitung unter anderem die Konzeption, Organisation und Weiterentwicklung der Kunstschule mit ihren Projekten und Angeboten. Auch Kooperationen, die es mit Schulen schon gibt, sollen weitergeführt und ausgebaut werden. So soll die Kunstschule nach außen vertreten werden. Bewerber sollen ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Pädagogik oder eine ähnlich geartete Ausbildung mitbringen.
