Aurich - Die Ermittlung zum Mord an einer 20-jährigen Frau in der Popenser Straße in Aurich Kernstadt ist jetzt in einer Anklage gemündet. Ab dem 17. März muss sich der 27-jährige ehemalige Lebensgefährte der Toten gleich wegen zwei Anklagepunkten vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich verantworten. Dies bestätigten Richterin und Pressesprecherin Schmagt vom Landgericht Aurich ebenso wie Jan Wilken, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Aurich, auf Nachfrage der Redaktion.
Angeklagter soll Mord als Raubüberfall getarnt haben
Dem 27-jährigen Angeklagten wird nicht nur vorgeworfen die junge Frau im September 2022 ermordet zu haben, sondern sie auch bereits im August verletzt zu haben. Damals soll es zu einem Streit gekommen sein, bei dem der 27-Jährige seine Freundin gegen den Kopf geschlagen und gewürgt hat. Einen Monat später kam es laut Anklage dann erneut zu einem Streit. Dieser endete für die junge Frau tödlich. Ihr damaliger Lebensgefährte soll sie solange gewürgt haben, bis sie erstickte. Danach habe er die Wohnung verlassen und woanders übernachtet, erklärt Wilken den Sachverhalt in der Anklageschrift. Am nächsten Tag soll er dann zurückgekehrt sein und die Polizei alarmiert haben. Bei dieser hätte er zunächst angegeben, dass seine Frau Opfer eines Raubüberfalls geworden sei und er sie so aufgefunden habe. Zunächst sei er von den Beamten daher nur als Zeuge vernommen worden. „Im Laufe der Ermittlungen wurde er dann aber schnell zum Hauptverdächtigen“, erklärt Wilken gegenüber der Redaktion.
Angeklagter in Untersuchungshaft
Bis zum Prozessbeginn befindet sich der Angeklagte in Untersuchungshaft. Am 17. März muss er sich dann für die beiden Anklagepunkte vor dem Landgericht Aurich verantworten. Wie lang der Prozess dauern wird, konnte Wilken noch nicht abschätzen.
