Sandhorst - Die Mühle in Sandhorst soll gegen Sturm und mögliche Klimaschäden versichert werden, doch der Antrag an die Stadt Aurich auf Übernahme der Prämie in Höhe von rund 5240 Euro wurde jetzt im Kulturausschuss erneut verschoben. Vielmehr will die Stadt künftig selbst den Versicherungsvertrag gegen mögliche Schäden mit der Versicherung abschließen, teilte Erster Stadtrat Hardwig Kuiper im Fachausschuss mit. Das wird nun geprüft. Die Stadt Aurich will dafür mit der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse einen Behörden-Rabatt aushandeln. „Das wäre eine geringere Prämie“, sagte Kuiper.
Der Ausschuss folgte bei einer Nein-Stimme mit 13 Ja-Stimmen dem Vorschlag. Als Grund für die Versicherung nannte der Trägerverein aktuelle immer häufiger auftretende Extrem-Wetterlagen, gegen die das Bauwerk geschützt werden soll. Als Beispiel wurde der Sturmschaden an der Greetsieler Zwillingsmühle im Jahre 2013 genannt, wo das Krummhörner Wahrzeichen die Mühlenkappe verlor. Nur mit großem Aufwand und vielen Spenden konnte die Mühle wieder repariert werden. Das soll der Sandhorster Mühle erspart bleiben.
Antrag zurückgestellt
Eigentlich sollte der Antrag des Trägervereins in der aktuellen Sitzung des Kulturvereins entschieden werden, weil zuvor eine detaillierte Auflistung mit relevanten Daten vermisst wurde. Deshalb war der Antrag verschoben worden. Das gab auch Reinhold Mohr (Grüne) zu bedenken. „Die Zustimmung war vom Finanzbericht abhängig gemacht worden“, sagte Mohr. „Wir wollen jetzt klären, ob der Zuschuss geringer ausfallen kann“, sagte Kuiper.
Der Mühlenverein hatte bereits bekräftigt, dass die Summe für die Versicherungsprämie von 5240 Euro von den 178 Vereinsmitgliedern nicht zu stemmen sei. Und die Versicherung ist wichtig, um aus dem Mühlenpool ab 2025 Gelder zu erhalten, die für Sanierungsarbeiten wichtig sind. In anderen Gemeinden sei es üblich, dass die Kommunen den größten Teil der Kosten für die Mühlen übernehmen und nur ein kleiner Teil von den Vereinen bezahlt werde.
