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Fischteichweg in Aurich Tempo-30 für Zubringer zum Caro, Rathaus und Kreishaus

Der Fischteichweg in Aurich ist ein wichtiger Zubringer zu den Behörden in Aurich sowie zum Einkaufszenter Caro in der Innenstadt.

Der Fischteichweg in Aurich ist ein wichtiger Zubringer zu den Behörden in Aurich sowie zum Einkaufszenter Caro in der Innenstadt.

ggm

Aurich - Der Fischteichweg in der Auricher Innenstadt ist zur Tempo-30-Zone erklärt worden. Die Hinweisschilder stehen schon, damit das Befahren für Radfahrer sicherer wird. Aber die Situation ändert sich für die Fahrradfahrer kaum. Sie müssen weiter aufpassen, weil Abstände zu Autofahrern zu eng sind. Das Thema wurde im Verkehrsausschuss angesprochen, nachdem die Verwaltung sieben Vorschläge machte. 

Änderungen

Mehrere Grundstückseinfahrten machen die Situation für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger im Fischteichweg schwierig. Außerdem gibt es zwei Zebrastreifen als Überweg zu den beiden Caro-Eingängen.

Abschüssig Der Fahrradweg ist im Bereich der Tiefgaragenzufahrt zur Fahrbahn sogar abschüssig, nämlich um 13 Prozent. Hier könnte neu gepflastert werden (5000 Euro), aber der Fischteichweg soll in zwei Jahren sowieso saniert werden.

Bunte Farben Rechtlich nicht möglich ist es auch, weiße Grenzstreifen, die den Fahrradweg zur Fahrbahn abtrennen, mit roter oder gelber Farbe besser kenntlich zu machen.

Fahrräder ganz raus Der Vorschlag, den Fahrradverkehr ganz aus dem Fischteichweg zu verbannen und über alternative Umleitungen zu führen, wurde ebenfalls verworfen, weil es die Unfallzahlen nicht hergeben und dies auch rechtlich kaum umsetzbar wäre. Damit würden andere Straßen mehr belastet.

Schmale Fahrbahnen Ein Problem ist, dass Autofahrer Abstände von 1,50 Meter beim Überholen von Fahrradern nicht einhalten. Die Fahrradstreifen können aber nicht breiter ausgebaut werden, weil damit die Autospur für Autofahrer zu schmal würde. Reinhold Mohr (Grüne) kritisiert, dass auch die Fahrradspur zu schmal ist. Dafür steht jetzt ein Schild mit der Warnung „Achtung Radfahrer“ auf der Nordseite des Fischteichweges vor dem Caro.

Tempo 20 Verworfen wurde der Vorschlag, das Tempo im Fischteichweg auf 20 km/h herabzusenken, weil diese Maßnahmen durch die von der Polizei ermittelten Unfallzahlen nicht geboten ist. Auf Wunsch der Politik hat die Verwaltung dort seit Oktober mehrere Maßnahmen für die Verkehrssicherheit geprüft.

Der ADFC in Aurich findet die Änderungen zu halbherzig ausgeführt. Bisher war Tempo 50 erlaubt. Der vielbefahrene Zubringer führt zum Kreishaus des Landkreises Aurich, zum Rathaus der Stadt Aurich sowie zur Tiefgarage unter dem Kreishaus. Dort befindet sich auch das Freizeitcenter Caro mit der viel frequentierten Tiefgarage und dem neuen Rewe-Supermarkt. Von Radfahrern und Fußgängern wird der Fischteichweg viel genutzt.

ADFC: Unfälle sollen kein Maßstab sein

Die Auricher Gruppe im Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sieht die Änderung mit Skepsis. „Im Gespräch für den kurzen Abschnitt Fischteichweg war ja auch eine Begrenzung auf Tempo-20, sagt Albert Herresthal. „Eine solche Maßnahme wäre für die Verkehrssicherheit tatsächlich besser“, meint er. In der Argumentation der Stadt gegen Tempo-20 wird auf „zu wenige Unfälle im Längsverkehr mit Radfahrerbeteiligung“ hingewiesen. „Dass erstmal Menschen zu Schaden kommen müssen, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden, finden wir einen falschen Denkansatz“, erklärt Herresthal.

Unfallprävention mehr beachten

Aus ADFC-Sicht sollte stattdessen die Unfallprävention im Vordergrund stehen. Weiterhin müsse auch der Aspekt der „subjektiven Sicherheit“ beachtet werden. Wenn Radfahrende mit Tempo-15 zu dicht von einem schweren LKW bei Tempo-30 (35?) überholt würden, könnten sie sich auf dem Fischteichweg nicht sicher fühlen, vielleicht nehmen sie sogar dann lieber selbst das Auto statt des Fahrrads. „Die Stadt möchte doch aber gerade das Radfahren in der Stadt fördern. In jedem Fall ist eine regelmäßige polizeiliche Kontrolle von Höchstgeschwindigkeit und Überholabstand erforderlich“, so Herresthal.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
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