Aurich - Die Auricher Klimaschutzmanagerin Dr. Katharina Heidtmann verlässt die Auricher Verwaltung zum 1. Mai nach sechs Monaten wieder. Die Stelle war bis zum 31. Januar befristet gewesen. Nun habe Heidtmann einen attraktiveren Job gefunden, teilte Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß im Fachausschuss mit. Heidtmann wechsele nach Oldenburg, wo sie eine Abteilung mit 21 Mitarbeitern leiten kann.
Sie habe versucht, die Kollegin in Aurich zu halten, sagte Busch-Maaß, aber ohne Erfolg. „Ich habe alles gegeben“, sagte sie. Heidtmann, die über Umweltpolitik promovierte, habe sich sehr für den Klimaschutz in Aurich eingesetzt. „Es tut mir total weh. Ich hatte gehofft, dass es nicht so endet“, sagte Busch-Maaß. „Das Klimaschutzkonzept ist nicht fertig“, sagte sie.
Externes Büro soll vorerst Lücke schließen
Die Klimaschutzmanagerin hatte in zwei Bürgerversammlungen die Klimaziele der Stadt erörtert. Innerhalb von zwei Jahren ist sie die dritte Amtsinhaberin, die ihre Zukunft nicht in Aurich sieht. Jetzt soll ein externes Büro vorerst die Lücke schließen. In drei Monaten will die Verwaltung das Integrierte Klimaschutzkonzept vorstellen und „der Zeitplan ist extremst eng“, sagte Busch-Maaß, die selbst erst seit dem 1. November in Aurich ist und sich selbst noch in viele Themen einarbeiten muss.
Jetzt werden erste Konsequenzen gezogen
Das Rathaus in Aurich muss moderner werden. Sonst laufen die Mitarbeiter davon, ist die Befürchtung. Bild: ggm
Der Klimaschutz ist ihr unterstellt. Die Politik zeigte sich ebenso bestürzt von dem Weggang, machte unter anderem Reinhold Mohr (Grüne) deutlich, der mit Heidtmann den Klimaschutz endlich „in Aurich angekommen“ sah. „Ich bin schockiert. Jetzt wird der Klimaschutz wieder ausgebremst“, ist seine Befürchtung. Reinhard Warmulla (Linke) erklärte, die Stadt hätte Heidtmann eine unbefristete Stelle anbieten müssen. So würden qualifizierte Bewerber abgeschreckt. Aber das scheinen nicht einzigen Probleme für die Verwaltung zu sein, denn das Rathaus ist offenbar zu sehr in die Jahre gekommen: Mit dem Weggang sollen nun Konsequenzen gezogen werden, um auch das Rathaus attraktiver zu gestalten. Das zweite Stockwerk im Auricher Rathaus solle nach 50 Jahren so umgebaut werden, dass es einer modernen Verwaltung gerecht wird.
„Es ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte die Stadtbaurätin. „Während der Umbauphase werden wir interimsmäßig in das untere Stockwerk umziehen“, kündigte sie für einen Teil des Personals an. Wir wollen in zwei Monaten so umbauen, dass wir neue Mitarbeiter gewinnen können. „Ich steuere hier nach, will Leute binden und halten“, erklärte Busch-Maaß.
