Ihlow - Für den Sportverein Eintracht Ihlow war es ein Sprung ins kalte Wasser. Der Verein stellt künftig an Wochenenden und in den Ferien Rettungsschwimmer für das Ihler Meer zur Verfügung. Und das Interesse ist groß, sagte Bernd Emkes vom SV-Vorstand. Es gibt bereits 17 junge Leute, die sich zum Rettungsschwimmer ausbilden lassen. Unterstützung bekommen die Ihlower von Mitgliedern des DLRG in Aurich und Wiesmoor, darunter dem Auricher Rettungsschwimmer Fenke Carstens. „Es gab Nachfragen bezüglich einer Schwimmaufsicht am Ihler Meer“, so Emkes. So habe sich die Idee mit einer Eigendynamik immer weiter entwickelt. Die Rettungsschwimmer stellen sich am 10. Juni beim Familientag am Ihler Meer vor.
Das Training findet im Auricher „Baalje“ statt
Das Training für die Rettungsschwimmer findet einmal pro Woche im Auricher Freizeitbad „De Baalje“ statt. Die Prüfung für den Rettungsschwimmer Silber wird am Schluss von den Ihlowern abgenommen. „Wir können noch mehr Leute gebrauchen“, sieht Emkes das Ende der Fahnenstange in diesem Bereich noch nicht erreicht. Auch Kinder sollen kostenlos in den Lehrschwimmbecken der Grundschulen Westerende-Kirchloog und Weener das Schwimmen mit Hilfe von fünf jungen Frauen lernen, die schon bereitstehen. Schwimmlehrer Kai Schützeck von der Schwimmschule Ostfriesland ist ebenfalls involviert, so die Organisatoren.
Viele Kinder in den Wohngebieten am Wasser
Nach den Sommerferien wollen die Ihlower auch an die Schulen herantreten. Für Bürgermeister Arno Ulrich (parteilos) ist das Angebot von Schwimmkursen aber auch für die Bevölkerung wichtig, zumal vor allem rund um das Ihler Meer die Wohngebiete gewachsen sind, deren Wohnhäuser an Kanälen liegen. „Das wird unser Baywatch am Ihler Meer“, so Ulrichs. Einmal im Jahr könnte es deshalb einen Familientag am Ihler Meer geben, damit Einwohner und Kinder mit dem Wasser vertraut werden. „Wir trainieren dabei, wie man reagiert, wenn Kinder mit Kleidern ins Wasser fallen“, so Emkes.
Die Zeiten für die Rettungsschwimmer
Es gab auch früher bereits eine Schwimmaufsicht am Ihler Meer, die jedoch durch eine private Firma angeboten wurde. Im Laufe der Zeit konnte das Personal nicht mehr regelmäßig bereitgestellt werden, bis die Aufsicht ganz eingestellt wurde. Das soll sich jetzt ändern: Die Rettungsschwimmer sollen am Samstag und Sonntag, jeweils von 11 bis 18 Uhr, präsent sein, je nach dem Aufkommen der Badegäste. „Wenn niemand am See ist, werden sie wohl abziehen“, so Ulrichs. Ebenso sind sie in den Ferien vor Ort.
Förderprogramm macht das Projekt möglich
Für dass Projekt wurde im Rahmen eines Förderprogramms durch die Europäische Union ein Budget in Höhe von 355.000 Euro reserviert. Die Zuwendung wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) als Teil der „Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie des Programmgebiets Stärker entwickelte Region (SER)“ finanziert und zur Verfügung gestellt. Gefördert wird die Maßnahme durch die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von kurzfristigen Maßnahmen gegen die Folgen der Corona-Pandemie in Innenstädten über das Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“.
