Aurich - Der Rat hat bereits im vergangenen Jahr wichtige Baumaßnahmen für Freizeit und Tourismus in Aurich beschlossen, für die auch Fördergelder eingeworben werden sollen. Die CDU hat jetzt beim Bürgermeister Druck gemacht, um zu erfahren, wie es mit den Projekten stehen. Einige der beschlossenen Maßnahmen für das Programm „Stadt und Land“ hatte die Verwaltung gar nicht erst beantragt, weil die Förderfristen nicht einzuhalten oder auch die Men-Power in der Verwaltung nicht gegeben waren. Das sorgte im Rat bereits für Ärger und massive Kritik. „Wann ist mit einem Baubeginn der einzelnen Maßnahmen zu rechen?“ fragte CDU-Fraktionschef Arnold Gossel - und bekam eine Antwort von Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos).
Fahrrad-Garage für die Innenstadt
Dazu gehört der Bau einer getrennten Fahrradabstellanlage für die Innenstadt, weil beispielsweise viele Radfahrer Angst um ihre teuren E-Bikes haben. Hier wurden nach Angaben der Stadt keine Förderanträge bei der für Kommunen zuständigen N-Bank gestellt. Die Verwaltung konnte keinen geeigneten Platz in der Altstadt für eine Fahrradgarage entdecken.
CDU-Fraktionschef Arnold Gossel. Bild: ggm
Eine Lösung zeichnet sich im Bereich der Markthalle ab. Wenn sich hier eine Umsetzung anbietet, werden die Stellplätze für Räder geschaffen. Eine andere Lösung hat der Fahrradbeauftragte Frank Patschke in den Raum geworfen, die bisher nicht weiter diskutiert wurde. Er schlägt einen Fahrstuhl vor, der Radfahrer und ihre Räder in die Tiefgarage bringt.
Wendeplatz am Ellernfeld
Ein Umbau im Wendebereich der Straße ist aus Gründen der Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer „Am Ellernfeld“ an der Jugendherberge mit dem Bau eines Fahrradstandes geplant. Dafür wurden Baukosten von 1,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt, gefördert mit 1,5 Millionen Euro. Die Stadt habe die Kosten mit 900.000 Euro beziffert. Geplant seien Verbesserungen für Autofahrer und Busse in dem Bereich. Aber die Kosten seien nicht förderfähig, so dass die Stadt selbst Geld in die Hand nehmen müsste, beispielsweise für den Neubau- eines Bus- und Autoparkplatzes und des Wendeplatzes.
Ostfrieslandwanderweg
Ein besonders dicker Brocken ist der Ausbau des Ostfrieslandwanderweges auf die Breite von drei Metern über eine Strecke von dreieinhalb Kilometer von der Bogenbrücke am Ems-Jade-Kanal bis zum Hoheberger Weg in die Innenstadt. Hier ist die Planung bereits vorangeschritten, teilt die Verwaltung mit. Die Ausschreibung werde im Frühjahr 2023 vorgenommen.
Ems-Jade-Wanderweg
Aber auch der Ems-Jade-Wanderweg am Ems-Jade-Kanal soll zwischen der Schleuse Kukelorum und der Straße Haxtumerfeld beziehungsweise dem Grünen Weg auf 2,50 Meter verbreitert werden.Hier sind elf Bauabschnitte vorgesehen, die einen erheblichen Eingriff in den Baumbestand sowie den Weg flankierenden Graben erfordern. Dafür müssen Genehmigungen eingeholt werden. Bis Ende 2023 sind hier keine sichtbaren Tätigkeiten zu erwarten. Die Ortsräte und der Stadtrat werden noch einmal befragt.
