Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Aurich will Energiekosten drosseln Wo kann die Stadt Gas sparen?

Das Auricher Schwimmbad „Baalje“ ist ein Energiefresser.

Das Auricher Schwimmbad „Baalje“ ist ein Energiefresser.

Archiv

Aurich - Die Stadt Aurich will den Gasverbrauch in den öffentlichen Gebäuden und Liegenschaften drosseln, beispielsweise in Schulen, Kindergärten oder auch dem Freizeit- und Erlebnisbad „De Baalje“. Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß hat dafür an die Ratsfraktionen appelliert, sich Gedanken zu machen. Gleichzeitig können auch Bürger und Ortsvorsteher Ideen liefern, wo an der Kostenschraube gedreht werden kann.

Rechtzeitig reagieren

Erste Ergebnisse werden bis zu den Sommerferien am 18. Juli erbeten, um in der kalten Jahreszeit reagieren zu können. Dann tagt der dem Rat nachgelagerte Verwaltungsausschuss.

Busch-Maaß beruft sich auf eine Information des Städtetags, wo die Kommunen explizit auf Engpässe bei den Gaslieferungen hinweisen, die in Folge des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine zu erwarten seien. Es sei zu erwarten, dass durch den Landkreis Aurich irgendwann Gas kontingentiert werde. „Wir wollen reagieren, bevor es zum ,worst case’ kommt“, sagte Busch-Maaß.

Im Umweltausschuss wurde der Ernst der Lage erkannt, machte beispielsweise Reinhold Mohr (Grüne) deutlich. „Die Lager leeren sich“, gab er zu bedenken. Erika Biermann (SPD) machte Druck, damit eine Entscheidung nicht auf die lange Bank geschoben werde. „Die Zeit läuft davon“, sagte auch Monika Gronewold (CDU).

Schnell umsteigen

Einen spontanen Beitrag lieferte im Ausschuss Gerda Küsel (SPD) unter dem Applaus der Sitzungsteilnehmer, als sie demonstrativ ihren Platz verließ, um ein Licht im Sitzungssaal auszuschalten. „Es wird für uns noch ernst und bitter“, sagte sie, bat jedoch die Verwaltung, hier bei den Vorschlägen in Vorleistung zu gehen. „Dort weiß man genau, wo gespart wird“, so Küsel. Arno Fecht (FDP) schlug den rechtzeitigen Umstieg von Gas auf Strom als Energieträger vor.

Sparen im Schwimmbad

Das Auricher Schwimmbad „Baalje“ biete sich an, um an der Kostenschraube zu drehen, so Stadtbaurätin Alexandra Busch-Maaß. „Wir wollen Ihre Unterstützung, falls uns die Fachblindheit lähmt“, sagte Busch-Maaß. Und die Vorschläge müssten fundiert geprüft werden. Whirlpool und Sauna seien bereits vorgeschlagen.

Es dürfe aber natürlich nicht soweit gehen, das Immobilen Schaden nehmen würden. „Man kann Heizungen nicht von heute auf morgen abstellen“, gab sie zu bedenken. Das „Baalje“ brauche viel Gas, aber bei zehn Grad werde es auch im Schwimmbad beispielsweise kritisch.

Günther Meyer
Günther Meyer Ostfriesland-Redaktion/Aurich
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ein Wahlplakat des sächsischen SPD-Spitzenkandidaten zur Europawahl, Matthias Ecke hängt an der Schandauer Straße im Stadtteil Striesen an einem Laternenmast. Der sächsische SPD-Spitzenkandidat zur Europawahl, Matthias Ecke, ist beim Plakatieren im Dresdner Stadtteil Striesen angegriffen und schwer verletzt worden. Beim Befestigen von Wahlplakaten am späten Freitagabend schlugen vier Unbekannte auf den 41-Jährigen ein, wie Polizei und Partei am Samstag mitteilten.

SCHUTZ VON POLITIKERN Innenminister wollen schärfere Strafen prüfen

Dpa
Potsdam
Sie geben Orientierung im Evangelischen Krankenhaus (v.l.) Andreas Hoppe, Elli Fitzner, Gertrud Wessel-Terharn und Pastorin Anke Fasse.

EVANGELISCHES KRANKENHAUS IN OLDENBURG Sie geben Orientierung und Sicherheit im Krankenhaus-Dschungel

Anja Biewald
Oldenburg
Kommentar
Oliver Braun

ZUR ABSAGE DES DEMOKRATIEFESTES IN SCHORTENS Ideologiebefreit Probleme lösen

Oliver Braun
Verfolgt seinen Plan: Oldenburgs Cheftrainer Pedro Calles (links) spricht mit Deane Williams.

VOR AUSWÄRTSSPIEL IN ULM Baskets-Coach Pedro Calles blendet Rennen um Platz acht aus

Niklas Benter
Oldenburg
Meinung
Landwirte protestieren am Rande einer Veranstaltung der Grünen. Die Ampel zieht viel Kritik auf sich.

FORDERUNGSKATALOG AUFGESTELLT Darum sind die Landwirte weiterhin wütend auf die Politik

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover