Aurich - Bescherung für die Kinder der Auricher Tafel: Gleich drei Wunschbäume hatten Auricher Unternehmen an ihren Firmenstandorten bei der Deutschen Bank, dem Modehaus Rudnick und der Baustoff-Union aufgestellt. Kinder, deren Eltern regelmäßig die Tafel in Aurich aufsuchen, hatten dort ihre Wunschzettel aufgehängt, viele Kunden pflückten diese in den vergangenen Wochen ab, um die darauf geschriebenen Wünsche zu erfüllen. „Manche kommen schon zwei Wochen vorher und fragen, wann der Wunschbaum steht“, sagte Jens Bauschant von Baustoff-Union. Und niemand ging leer aus, betonte Carsten Sehring für die Deutsche Bank, die noch einmal 700 Euro für die Tafel draufsattelte. Aber auch länger haltbare Waren, darunter Nudeln oder Reis kann die Tafel dafür zusätzlich einkaufen, um nicht mit leeren Händen dazustehen. Ansonsten werden Geldspenden durch die Diakonie der lutherischen Kirche angenommen.
Wunschbäume seit 15 Jahren
Seit 15 Jahren werden die Wunschbäume für die Kinder schon aufgestellt, das Interesse ist ungebrochen. Auch der Auricher Kinderschutzbund war an der Aktion beteiligt. Bei der Erfüllung der Wünsche ist jedesmal auch Einfallsreichtum gefordert, erklärte Sehring. Ein Kind hatte sich beispielsweise ein Fahrrad gewünscht, während das Limit auf 30 Euro festgesetzt war. Also machte sich Sehring auf die Suche. Er fand ein Fahrrad für 60 Euro, das dem Wunsch entsprach. „Als die Besitzerin hörte, wofür es gedacht ist, willigte sie sofort bei 30 Euro ein“, freut er sich über die gute Resonanz der Aktion. Andere Schenker hatten ihre Geschenke von sich aus bereits mit mehr Geld als 30 Euro ausgestattet und die Pakete liebevoll gestaltet. „Das war süß. Sie gaben sich viel Mühe, es war mehr drin als gewünscht“, sagte Elke Rammelmank, die die Aktion ebenfalls für die Deutsche Bank begleitet hat.
Für die Tafel immer ein schöner Kraftakt
Etwa 80 Mitarbeiter zählt die Auricher Tafel, Fahrer inclusive. Für die Mitarbeiter ist die Wunschbaum-Aktion stets ein Kraftakt, denn sie gerne wahrnehmen, betonte Leiterin Waltraud Reichardt. Etwa sieben Wunschzettel wurden neben der Spende der Deutschen Bank auch über Gutscheine durch die Stadt Aurich finanziert. Und was haben sich die Kinder - oder auch die Eltern für ihre Kinder - gewünscht? Auf den meisten Wunschzetteln war praktische Dinge notiert, darunter Kleidung, Schuhe oder Winterjacken, Bettwäsche, Bücher, eine Schultasche sowie kamen auch Spielzeug nicht zu kurz, beispielsweise ein Flugzeug.
