Landkreis Aurich - Die Verlegung des Breitbandkabels im Eiltempo von Firmen, die zum Teil aus ganz Europa stammen, wird im Landkreis Aurich weiter von den Anwohnern der Straßen aufmerksam begleitet. Neben Kritik an unsauberen Pflasterarbeiten gibt es jedoch auch positive Beispiele, in denen die Bürger sehr zufrieden mit der Arbeit sind. Das ist beispielsweise in der Jahnstraße in Aurich der Fall, machte Dagmar Mudder (63) auch für ihre Nachbarn deutlich. Dort ist Glasfaser Nordwest im Stadtgebiet für EWE und Telekom tätig. Auf die Firma, die vor ihrer Haustür tätig war, lässt sie nichts kommen. „Ich habe mich im Anschluss sogar bei den Arbeitern bedankt, weil die Arbeiten so gut ausgeführt wurden“, sagte sie im Gespräch. Die Arbeiter seien außerdem alle der deutschen Sprache mächtig gewesen, ist Mudder froh, dass in ihrem Fall auch die Verständigung geklappt habe. Doch auch leise Kritik habe sie anbringen können, sagte Mudder. „Es gab zwei Stellen, die noch nicht in Ordnung waren. Aber das habe ich offen gesagt und die kleinen Mängel wurden sofort beseitigt.“
„Jeder will schließlich schnelles Internet“
Dagmar Mudder lebt in ihrem Elternhaus, das bereits ihr Großvater 1938 gebaut hat. Später kam sie in die Jahnstraße zurück, um dort ebenfalls ihren Wohnsitz zu beziehen. Die Breitbandarbeiten waren für sie ein besonderes Erlebnis in der ruhigen Wohnstraße. „Jeder will schließlich schnelles Internet haben“, sagte Mudder. Doch auch im Vorfeld fühlte sie sich schon gut vorbereitet. „Das Auto wurde morgens woanders für einen Tag abgestellt. Abends konnten wir den Wagen wieder zurückholen.
Eine Straße weiter gab es Kritik
Eine Straße weiter - in der Mozartstraße - war im Fachausschuss des Rates öffentlich Kritik geäußert, weil die Pflasterarbeiten im Anschluss nicht so sauber ausgeführt wurden. Unebenheiten wurden beispielsweise für Menschen mit Behinderungen zu Stolperfallen, an denen die Fußgänger hängenblieben, hatte die Grünen-Ratsfrau Klara Jéhn-de Witt für die Mozartstraße festgestellt. Seitens der Verwaltung wurde hier jedoch ebenfalls betont, dass die Stadt Kontrollen hier durchführe. Mit der Verständigung sei das nicht immer einfach, wenn die Arbeiter aus Nachbarländern kämen. Es gebe jedoch genauso Firmen, die tip-top arbeiten würden, hieß es im Ausschuss.
