Aurich - Geht es um höhere Investitionen beim Bau, Wohnen, bei der Energie oder auch in der Mobilität ist nicht immer das Internet die erste Adresse. Diese Beobachtung machen die Organisatoren Friedrich Haug, Martin Vorwerk und Norbert Schute-Lübken, die aktuell die Weser-Ems-Ausstellung (WEA) auf dem Auricher Messegelände organisieren.
Die WEA findet im kommenden Jahr an vier Tagen über Himmelfahrt vom 18. bis 21. Mai mit rund 180 Ausstellern statt. Diese kommen überwiegend aus dem ostfriesischen Raum. Und statt im Internet nach Schnäppchen zu fischen, wollen die Bürger für ihr Geld wieder handfeste Informationen und Ware vom Händler haben. „Man kann was anfassen und ausprobieren“, stellte Bürgermeister Horst Feddermann (parteilos) fest.
Erklärter Messestandort
„Aurich hat sich zum Messestandort entwickelt“, betonte Feddermann nicht ohne Stolz. Doch ein mächtiges Zugpferd sei immer noch das Messegelände in Tannenhausen, wo die Aussteller sich nach Lust und Laune ausbreiten können. Das Unternehmen Friedrich Laug ist bereits seit 1967 Partner der Stadt Aurich.
Die Weser-Ems-Ausstellung wird seit 1967 von der Firma Friedrich Haug alle vier Jahre in Aurich ausgerichtet.
Sie findet statt vom 18. bis 21. Mai - über Himmelfahrt - und ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Arbeitsmarkt spielt über eine Job- und Ausbildungsoffensive diesmal eine zentrale Rolle, um dem Fachkräftemangel in Ostfriesland entgegen zu wirken.
Vereine können sich ebenfalls präsentieren. Sie können sich melden unter 04475/9276613.
Firmen können einen Messestand anmelden unter 04475/9276613.
Die Bereiche Ausbildung, Bauen, Wohnen, Energie, Fahrzeuge und Mobilität spielen eine Rolle auf der Weser-Ems-Ausstellung.
Die Zahl der Messetage wurde nach 2015 über Himmelfahrt von neun auf vier Tage begrenzt, weil es an den Werktagen weniger Zulauf gab, aber auch die Firmen nicht mehr solange auf die Mitarbeiter verzichten mochten. „Es war der richtige Weg“, sagte Vorwerk.
Kunst und Kultur
Dabei komme auch Kunst und Kultur nicht zu kurz, denn vor allem Familien mit Kindern seien angesprochen, wenn angesagte Liedermacher auf der Showbühne auftreten. Gehandelt werden bereits Namen wie Christian Hüser und Volker Rosin. Und auch eine Modenschau soll es wieder geben, während es im Bereich Mobilität auch im E-Bike-Bereich einiges zu sehen gibt. Ein wichtiges Element sei jedoch neben dem Bereich für Senioren und Pflege die Ausbildungsbörse, bei der sich angehende Lehrlinge bei den Unternehmen über Berufe informieren – und sich gleich vorstellen können. An Himmelfahrt sei man ebenfalls mit Musik und Verköstigungen auf viele Vatertags-Ausflügler vorbereitet.
Platz für Auricher Vereine
Für die hiesigen Vereine und Gruppen gibt es ebenfalls Möglichkeiten, die eigene Arbeit und das Angebot vorzustellen. Sie können sich bei der Firma Haug bewerben. Mit dabei sind traditionell bereits der Fahr- und Reitverein Tannenhausen mit zahlreichen Vorführungen sowie der ADAC oder auch die Ausrichter einer Oldtimershow. Die Stadt Aurich stellt sich ebenfalls traditionell mit einem eigenen Messestand vor. Kosten entstehen der Kommune für die WEA aber nicht, betonte Feddermann. Geregelt werden müssen die Verkehrsführung und Vorbereitungen durch den Bauhof.
Eintritt ist erforderlich
Ganz ohne Eintrittspreis funktioniert die WEA allerdings nicht, stellte Vorwerk fest. Der Eintritt zur WEA kostet für Erwachsene ab 18 Jahren fünf Euro. Darunter ist der Eintritt frei. Das sei nicht anders möglich, weil sonst die Kosten auf die Aussteller umgelegt werden müssten. „Dann ist der Anreiz für eine Teilnahme nicht mehr so groß“, so Vorwerk. Allerdings würden die Besucher mit Kindern auf dem Messegelände mit vielen Attraktionen belohnt. „Da kann eine Familie für zehn Euro einen Tag lang schon viel erleben“, hieß es. Auch die Gastronomie sei vertreten, wenn der Tag mit einem Frühstück starte – und die Besucher mit weiteren Köstlichkeiten durch den Tag begleite. „Und um 18 Uhr geht es dann mit dem Fischbrötchen wieder nach Hause.“
