Wiesede / Blomberg - Ihr Fest der goldenen Hochzeit feiern heute die Eheleute Johann und Karoline Harms. Auf eine bewegte, vor allem aber glückliches Zeit ihrer 50-jährigen Ehe blickt das Jubelpaar in ihrem Haus in Wiesede am Preefelder Weg zurück. Im Standesamt von Westerholt getraut, hat sich das Paar in der Kirche in Blomberg an einem stürmischen Tag das Jawort gegeben.
Beim Tanzen getroffen
„Wir haben uns bereits in Sandhorst beim Tanzen gesehen. Jedoch in Zetel bei Wilkenjohanns haben wir uns erst so richtig kennengelernt“, denkt Johann Harms an ihre erste Gemeinsamkeiten zurück. Obwohl sie für die damalige Zeit weit auseinander wohnten, verlief die Jugend vor allem nach der Schule fast im Gleichklang. „Mit 13 Jahren haben wir unsere Schule beendet“, berichtet Karoline Harms. Nach der achten Klasse endete seinerzeit in der Regel die Schulzeit.
„Meine Mutter wollte, dass ich zu Hause helfe, und deshalb musste ich auch die Haushaltsschule in Utarp besuchen“, erzählt die Jubilarin über ihre Ausbildung. „Danach war ich ein Jahr lang in einem Hotel tätig, erhielt als Lohn 100 Mark. Keine Reichtümer, zumal die Fahrtkosten auch noch bezahlt werden mussten. Es war eine schwere Zeit.“ Anschließend begann Karoline Harms bei WIMA in Aurich und arbeitete dort in der Elektroteilefertigung.
Im Maschinenbau
Ihr Mann hingegen schlug eine andere Richtung ein. „Obwohl wir zu Hause Landwirtschaft betrieben, habe ich mich dagegen entschieden“, stellt der Gold-Bräutigam mit Blick auf seine berufliche Entwicklung fest. „Maschinenschlosser bei Krupp und anschließend die Technikerschule in Braunschweig ebneten mir die Karriere als Maschinenbautechniker bei den Nordseewerken in Emden und später bei der Firma Wetter & Co. in Wilhelmshaven“.
Die Zeit in Wiesede bestimmte das Leben des Ehepaares. Die gesamte Familie wurde aus dem Garten versorgt. So seien die Jahre mit dem großen Nutzgarten und Näharbeiten immer kurzweilig gewesen, berichtet das Jubelpaar. Für die Familienmitglieder schneiderte sie so manches Kleidungsstück, und er kümmerte sich um manche Reparaturarbeiten am Haus. „Die Malerei habe ich mir über Jahre als Hobby bewahrt“, erklärt die rüstige Jubilarin. „Damit hat sie so manche Stunde verbracht“, ergänzt ihr Ehemann mit Blick auf die zahlreichen schönen Bilder, die die Innenräume im Haus schmücken.
