Wiesmoor - 1,5 Millionen Menschen sind laut Tagesschau seit Beginn des Krieges aus der Ukraine geflohen – die meisten gen Westen. Doch bevor die Menschen in Deutschland, Holland, Frankreich oder anderen mittel- und westeuropäischen Staaten ankommen, lautet ihre erste Station: Polen. Eine Stadt, in der viele Ukrainer ankommen, ist Turek, die Partnerstadt Wiesmoors. „Dass unsere Partnerstadt Turek sich auf Flüchtlinge vorbereitet, haben wir aus sozialen Medien schon in den ersten Tagen des Krieges gesehen“, berichtet Sven Lübbers, Wiesmoors Bürgermeister. „Deswegen habe ich am Montag gleich meinen Amtskollegen Romuald Antosik angerufen und ihm unsere Unterstützung zugesagt – in welcher Form auch immer“, berichtet Lübbers.

Aus Berichten seines Kollegen weiß er, dass derzeit viele Sachspenden in der Stadt ankommen. „Die Hilfe gegenüber den Menschen in der Ukraine ist ungebrochen und teilweise so hoch, dass zu viele Sachspenden geliefert werden.“ Deswegen stehen Lübbers und Antonsik nach wie vor im Austausch, um zu schauen, welche Hilfe Wiesmoor leisten kann, die wirklich effektiv und sinnvoll ist.

„Wir müssen schauen, wie wir unsere Partnerstadt unterstützen. Das kann ein Spendenkonto sein oder vielleicht fahren wir auch mit Wiesmoorern hin, um unseren Tureker Freunden organisatorisch zu helfen.“Da die Blütenstadt mit Turek eine lebendige Partnerschaft pflege, sei es kein Problem, Menschen dafür zu finden. „Erste Wiesmoorer haben mich schon angesprochen, die sagen, dass sie mitkommen und dahinfahren würden.“ Konkrete Pläne gibt es jedoch noch nicht. Auch wenn die Hilfsbereitschaft unter den Wiesmoorern hoch ist, heißt es nun erstmal: abwarten, Tee trinken und dann, wenn Turek sie braucht, mit voller Motivation anpacken.

Pia Miranda
Pia Miranda Redaktion Wittmund