Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Stadtbaum in Wiesmoor gepflanzt Wilde Vogelkirsche bekommt Ehrenplatz bei der Traba

Wolfgang Kaul

Wiesmoor - Ein neuer Stadtbaum für das Jahr 2022 ist jetzt auf der Grünfläche an der Oldenburger Straße in Wiesmoor vor dem Firmensitz der Traba-Unternehmensgruppe gepflanzt worden. „Wir von der Stadt Wiesmoor wollen hier mit unseren ortsansässigen Wirtschaftsunternehmen die Verbundenheit zur Natur darstellen. Seit Jahren wählen wir dazu immer einen regionalen Baum zum Stadtbaum des Jahres“, erläuterte Bürgermeister Sven Lübbers. „Dieses Jahr ist die Wahl auf eine Wilde Vogelkirsche gefallen, die hier direkt an der Oldenburger Straße hoffentlich von vielen Fahrradfahrern bewundert werden wird“, sagt der Verwaltungschef von Wiesmoor.

„Für uns ist es eine Ehre und Wiesmoor wird mit diesem Stadtbaum hoffentlich noch ein Stück hübscher“, äußerte sich Michael Tjarks als Geschäftsführer der Traba-Unternehmensgruppe. „Dieser Baum ergänzt die bisherige Struktur vor dem Firmensitz, die schon fast als Allee bezeichnet werden kann, hervorragend“, sind sich Lübbers und Tjarks einig. Eine Standortübersicht, wo die bisherigen Bäume der Stadt Wiesmoor gepflanzt wurden, überreichte Lübbers.

Weit genug von der Straße, um Krone zu entwickeln

Lennaart Wagner vom Garten- und Landschaftsbau Schröder&Wagner oblag es nicht nur, die Wilde Vogelkirsche zu pflanzen, sondern er wird sie auch in den nächsten drei Jahren betreuen. „Wir haben hier einen Baum, der im Frühjahr eine herrliche weiße Blütenpracht entwickelt und im Herbst essbare Früchte für Menschen, vor allem aber für die Vogelwelt hat“, erläuterte Wagner. Der Baum steht in genügender Entfernung zur Straße, sodass er seine ihm eigene Krone entwickeln kann. Bei einer Wuchshöhe von bis zu 20 Metern wird hier ein beeindruckender Baum die Fläche vor dem Gelände des Unternehmens ergänzen und mit seinem orange-rotem Herbstlaub ein Farbtupfer am Ortsausgang von Wiesmoor sein.

„Prunus avium“ empfiehlt Landschaftsgärtner Wagner den lateinischen Namen als Suchbegriff, wenn nähere Angaben über die Pflanze benötigt werden. Oft auch als Mutter aller Süßkirschen bezeichnet, eignet sich der Wiesmoorer Stadtbaum aus diesem Jahr auch für den heimischen Garten. Sie folgt damit dem Roten Fächer-Ahorn und dem Ginkgobaum, die trotz Pandemie in den vergangenen zwei Jahren in Wiesmoor gepflanzt wurden. Es ist wieder ein Stück für die Natur, das die Artenvielfalt in unserer Heimat ergänzt.

Hintergrund

Die Wilde Vogelkirsche wurde 2010 zum Baum des Jahres gewählt. Der weit verbreitete Obstbaum ist eine Augenweide mit seiner weißen Blütenpracht im Frühjahr, saftigen Kirschen im Sommer und feuerroten Blättern im Herbst. Die Vogelkirsche gehört zur Familie der Rosengewächse. Die Unterfamilie des Baums sind die Steinfrüchtigen. „Prunus avium“ bezeichnet die wilde Form des Baumes. Sie ist die Urmutter der Süßkirsche. Wild kommt die Vogelkirsche in Europa, Nordafrika und Vorderasien vor. In Japan ist die Kirschblüte Anlass zu Festen.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende