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Warntag am 8. Dezember So läuft im Katastrophenfall die Alarmierung im Landkreis Leer

Per SMS ging bei den meisten Handy-Besitzern bereits eine Info-SMS ein. Am Warntag soll eine richtige Test-Warnung folgen.

Per SMS ging bei den meisten Handy-Besitzern bereits eine Info-SMS ein. Am Warntag soll eine richtige Test-Warnung folgen.

Anuschka Kramer

Landkreis Leer - Der bundesweite Warntag 2020 – wäre es ein Ernstfall und damit ein Katastrophenfall gewesen, hätte das wohl kaum jemand rechtzeitig mitbekommen. Kaum Sirenenalarm, und auch sonst verlief vieles, das eigentlich hätte funktionieren sollen, vollkommen im Sande. Doch 2022 soll nun alles besser werden. Das zumindest hofft das Bundesamt für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz und setzt alles daran, dass der Warntag am Donnerstag, 8. Dezember, ein Erfolg wird.

140 Sirenen

Ob’s klappt, wird sich zeigen. Im Landkreis Leer jedenfalls sollen an diesem Tag die noch rund 140 Sirenen, die übers gesamte Kreisgebiet verteilt sind, Alarm geben. Funktionsfähig sind sie, sie werden jeden Samstag um die Mittagszeit getestet.

Eine aktive Rolle spielt die Kreisbehörde am Warntag ansonsten nicht. Die Sirenen werden von der KRLO, der Kooperativen Leitstelle Ostfriesland, mit Sitz in Wittmund ausgelöst. Darüber hinaus werden Radio- und Fernsehprogramm kurzzeitig unterbrochen, es werden Warnungen über Warn-Apps wie Nina, Katwarn und Bi-Wapp angezeigt und über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Instagram verschickt. Ganz neu im Warnsystem: Das Cell Broadcasting, ein Warnsystem über die Mobiltelefone, unabhängig von Apps. Hier wird die Warnung als Textnachricht, also SMS, vom Anbieter verschickt. Hierbei muss der Handybesitzer weder eine Anwendung installieren noch sich bei einem Dienst anmelden. Einzig muss bei älteren Mobiltelefon-Modellen der Empfang eingeschaltet werden. Ein Test ist bereits im Landkreis Leer bei den meisten Smartphone-Besitzern angekommen.

Anlass für die Einführung von Cell Broadcast in Deutschland waren, wie die Deutsche Presseagentur berichtet, die heftigen Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Juli 2021, bei denen es über hundert Tote gab. Die Flutkatastrophe hatte gezeigt, dass die Warn-Apps und klassischen Sirenen nicht ausgereicht haben, um die Bevölkerung flächendeckend vor der Gefahr zu warnen. In anderen EU-Staaten ist Cell Broadcast bereits im Einsatz.

Modulares Warnsystem

Ausgelöst werden übrigens alle Warnungen deutschlandweit durch das Modulare Warnsystem (MoWaS) des Bundes, soweit sie integriert sind. Die Warnmultiplikatoren versenden die Probewarnung dann zeitversetzt an Fernseher, Radios und Smartphones. Dort können die Einwohner des Landkreises Leer die Warnung dann lesen und/oder hören.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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