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Modellversuch kommt gut an Pendel-Bus nach Leer soll bis 2027 weiter rollen – doch klappt das?

Mit dem Bus nach Leer – ein  Modellversuch, der glückte. Doch wird er fortgesetzt?

Mit dem Bus nach Leer – ein Modellversuch, der glückte. Doch wird er fortgesetzt?

Jonas Walzberg/dpa-Symbolbild

Landkreis Leer - Nun gut, der Dezember, der Monat der Weihnachtsmärkte, ist vielleicht nicht der repräsentativste Monat, um mit Blick auf volle Busse festzustellen, dass der öffentliche Personennahverkehr immer besser angenommen wird. Schließlich verleitet leckerer Glühwein dann doch dazu, das Auto stehen zu lassen und den Bus zu nehmen. Doch die Zahlen eines besonderen Modellversuchs im Landkreis Leer, der nun schon seit einiger Zeit läuft, ging nicht nur aufgrund der Glühweinzeit auf.

Fahrten am Abend und am Wochenende

Doch der Reihe nach: Die Politik beauftragte die Verkehrsbetriebe des Kreises in Rhaudermoor im Jahr 2018, in den Abendstunden sechs zusätzliche Abfahrten von Langholt über Ostrhauderfehn und Rhauderfehn nach Leer anzubieten sowie freitags und samstags jeweils drei Hin- und Rückfahrten in den Plan aufzunehmen. Ergänzend wurden auf der Linie Westrhauderfehn – Collinghorst – Leer und zurück samstagnachmittags zusätzliche Fahrten im Ein-Stunden-Takt eingerichtet und damit eine Lücke im Fahrplanangebot bis 18 Uhr geschlossen. Die Pandemie zerschoss die Modell-Pläne, es ging in die Verlängerung. Und die zeigt nun: Die Mehrnutzung der Busse liegt mittlerweile bei 135 Prozent und von Leer nach Rhauderfehn bei 151 Prozent. So geht es aus Unterlagen des Kreises zur nächsten Verkehrsausschusssitzung hervor.

Hohe Nachfrage im Sommer

„Gerade in den Sommermonaten werden die Fahrplanerweiterungen besonders gut angenommen, so liegt der Spitzenwert im Juni 2022 etwa bei 440 Prozent Mehrnutzung. Unter der Berücksichtigung, dass der ÖPNV insgesamt immer noch unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Form des Fahrgastrückgangs im Vergleich zu 2019 zu leiden hat, sind die Fahrgastzahlen besonders positiv zu bewerten“, stellt die Kreis-Verwaltung in ihrer Ausführung fest. Die Einführung des regionalen Schüler- und Azubitickets – das sogenannte Jugendticket – zum Beginn des Schuljahres 2022/2023 hat all das ebenfalls positiv beeinflusst. Doch auch die Erwachsenen, so wird bei den Ausführungen in den Unterlagen deutlich, nehmen das Angebot gern an.

Politik entscheidet am Montag

Nun schlägt die Kreisverwaltung der Politik vor, den Modellversuch für die Buslinien 690/698 als reguläres Angebot fortzusetzen, und zwar erst einmal bis zum 31. Oktober 2027. Jährlich würde das Mehrausgaben des Kreises in Höhe von 56.000 Euro bedeuten. Ob die Politik grünes Licht gibt, zeigt sich Montag, 20. Dezember, 17 Uhr, im Mariko.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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