Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Nachfrage sinkt Landkreis Leer muss Impfstoff vernichten

Wie steht es um die Impfbereitschaft im Landkreis Leer?

Wie steht es um die Impfbereitschaft im Landkreis Leer?

dpa-Symbolbild

Landkreis Leer - Es hat Zeiten gegeben, da bildeten sich vor Praxen und Impfstandorten im Landkreis Leer lange Schlangen – die sind vorbei. „Die Nachfrage bei den aktuellen Impfmöglichkeiten geht deutlich zurück. Die tägliche Anzahl variiert immer stark. Inzwischen werden täglich aber nur noch zweistellige Zahlen an Impfungen pro Standort durchgeführt. Das ist sehr schade“, kommentierte die Pressestelle der Kreisbehörde auf Nachfrage unserer Redaktion.

Die fehlende Impfbereitschaft hat nun Konsequenzen: „Der Landkreis wird in der kommenden Woche seine Impfmöglichkeiten größtenteils in den Nachmittag verlegen“, teilte die Pressestelle weiter mit. Das betrifft erst einmal die Angebote in der Samtgemeinde Jümme, der Stadt Weener sowie den Gemeinden Jemgum und Moormerland.

Kinder-Impftage

Die mobilen Impfteams des Landkreises Leer bieten auch in den Zeugnisferien, 31. Januar und 1. Februar, sowie auch noch ein paar Tage darüber hinaus Corona-Schutzimpfungen mit und ohne Termin an.

Die Kinder-Impftage finden montags bis freitags von 13 bis 18 Uhr im Aus- und Weiterbildungszentrum Leer statt, Bavinkstraße 13 in Leer. Eltern können online unter www.imfportal-niedersachsen.de einen Termin buchen, Impfungen sind aber auch ohne Termin für Kurzentschlossene möglich.

Moderna vernichtet

Doch die fehlende Nachfrage hat noch viel gravierende Folgen: Im Landkreis Leer musste bereits schon Impfstoff vernichtet werden. 58 Violen Moderna waren nicht mehr zu gebrauchen. Klingt erst einmal nicht viel, doch aus 58 Violen lassen sich 580 Erst- und Zweitimpfungen ziehen. Noch höher die Zahl mit Blick auf die Boosterimpfungen, bei denen geringere Mengen verabreicht werden: Hier hätten 1160 Impfungen verabreicht werden können.

Corona-Pandemie im Landkreis Leer: Die Infizierten-Zahlen steigen täglich, Spitzenreiter ist aktuell die Gemeinde Westoverledingen mit 369 Betroffenen.

PANDEMIE-ENTWICKLUNG IM LANDKREIS LEER 347 Neu-Infektionen innerhalb von 24 Stunden

Anuschka Kramer
Landkreis Leer

Eine rückläufige Impfnachfrage: Die verzeichnet auch das Klinikum Leer, zumindest bei den Erwachsenen. Bei den Kindern, so wusste die Pressestelle des Krankenhauses zu berichten, ist die Nachfrage bisher gleichbleibend hoch. Und: „Impfdosen mussten wir bislang nicht verwerfen“, teilte die Pressestelle abschließend mit.

Impfzahlen

Nach den aktuellen Zahlen des Landes Niedersachsen vom 24. Januar sind mittlerweile 120.873 Bewohner des Landkreises Leer mit einer Erstimpfung versorgt, 115.371 haben bereits eine Zweitimpfung erhalten und 61.365 eine Booster-Impfung. Zu Einordnung: Die Einwohnerzahl liegt bei knapp 171.500, wobei darunter auch einige Kinder sind, die jünger als fünf Jahre sind und somit noch nicht gegen Corona geimpft werden dürfen.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wills Woche
Is’ was?

ISLAM IN DEUTSCHLAND Keine Religion steht über der Kritik

Alexander Will
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Im Barockgarten des Oldenburger Klinikums soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Patientenmörders Niels Högel entstehen.

PATIENTENMORDE IN OLDENBURG UND DELMENHORST Klinikum plant Gedenkstätte für Högel-Opfer

Anja Biewald
Oldenburg
Das Kampfsportstudio „Chang Tong Gym“ in Prinzhöfte wurde offenbar Ziel eines Brandanschlags. Die „Antifa“ bekannte sich dazu. Das nebenstehende Haus ist derzeit unbewohnt, weil es renoviert wird.

KAMPFSPORTSTUDIO ANGEZÜNDET Nach „Antifa“-Brandanschlag in Prinzhöfte spricht der angebliche „Nazi-Trainer“

Arne Erik Jürgens
Prinzhöfte