Ostrhauderfehn - Haben Sie schon mal von einem so genannten „Speaker Slam“, also einem Rednerwettstreit, gehört? Es funktioniert im Grunde ähnlich wie ein Poetry Slam: Den Teilnehmern wird eine Bühne geboten, aber anstatt dass sie Gedichte vortragen, reden beziehungsweise referien sie in einem vorgebenen Zeitfenster über ein Thema. In Mastershausen in Rheinland-Pfalz hat unlängst der Autor Hermann Scherer den 14. internationalen Speaker Slam durchgeführt – wobei auch Ostfriesland vertreten war. Marlene Marks aus Ostrhauderfehn nahm teil und konnte sogar einen Preis für sich „erreden“.
Redebeitrag über Inklusion
Marks arbeitet beruflich im Bereich Betreuung und Förderung, wie sie auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, und sprach in Mastershausen über das Thema Inklusion. „Es müssen Denkmuster durchbrochen werden, um eine inklusive Gesellschaft zu schaffen. In einer Welt, die von Vielfalt und Verschiedenheit geprägt ist, ist es von entscheidender Bedeutung, Barrieren abzubauen und eine Kultur der Offenheit und des Verständnisses zu fördern“, so Marks. In ihrer Rede sprach sie über den Veränderungsprozess in der Wahrnehmung von Menschen mit Beeinträchtigung und wie wichtig es ist, Denkmuster zu hinterfragen und zu verändern, um eine inklusivere Gesellschaft zu schaffen, heißt es in einer Mitteilung zum Speaker Slam. Damit konnte sie die Jury beeindrucken und schließlich den „Excellence Award“ mit nach Hause nehmen.
125 Redner nahmen teil
Ferner erklärte Marks, dass an dem Event 125 Teilnehmer aus 13 verschiedenen Ländern teilnahmen und ihre Reden in sechs verschiedenen Sprachen präsentierten. Die Redner gaben sich auf zwei Bühnen die Ehre und durften jeweils maximal 240 Sekunden – vier Minuten – sprechen.
