Weener/Bunde - Die Polizeiinspektion Leer/Emden und die Staatsanwaltschaft Aurich sprechen in einer gemeinsamen Mitteilung von einem „Ermittlungserfolg“. In Weener konnte die Polizei nämlich einen 32-Jährigen festnehmen, der des Tageswohnungseinbruchsdiebstahls und der räuberischen Erpressung beschuldigt wird. Die Taten ereigneten sich in Weener und Bunde, informieren Polizei und Staatsanwaltschaft.
Bargeld erbeutet
So kam es am Donnerstag, 23. März, in der Mittagszeit zu einem Tageswohnungseinbruchsdiebstahl in der Dodo-Wildvang-Straße in Weener. Der Täter klingelte zunächst an der Haustür und wurde dabei mittels Videokameraklingel aufgenommen. Im Anschluss begab sich der Beschuldigte zur hinteren Gebäudeseite und hebelte ein Fenster auf. Er entwendete einen dreistelligen Bargeldbetrag.
Weiter ging es am Samstag, 25. März. Hier kam es in der Osterstraße in Weener zu einer räuberischen Erpressung, heißt es in der Mitteilung. Eine 78-Jährige befand sich in der Mittagsruhe, als es mehrfach an der Haustür klingelte, und sie entschied, die Tür nicht zu öffnen. Daraufhin hebelte der Täter ein Fenster zum Wohnzimmer auf, um so in das Gebäude zu gelangen. Es kam zu einem verbalen Austausch zwischen der Frau und dem Täter, wobei der Täter Bargeld forderte. Die 78-Jährige versuchte, das Haus zu verlassen, woraufhin der Täter sie mit einem Kuhfuß und einer Eisenstange bedrohte. In einem darauffolgenden Handgemenge kam die Frau zu Fall. Der Täter verließ daraufhin fluchtartig den Tatort und erbeutete einen dreistelligen Bargeldbetrag.
60-Jähriger verletzt
Am Sonntag, 26. März, passierte dann gegen 1.45 Uhr ebenfalls eine räuberische Erpressung. Diesmal in der Rheiderlandstraße in Bunde. Wie die Polizei mitteilt, betrat der Täter ein Wohnhaus und es kam zur Bedrohung einer 86-Jährigen und ihrem 60-jährigen Sohn mit einer nicht weiter bekannten Waffe. Der Täter forderte dabei Bargeld. Der 60-Jährige versuchte, dem Täter die Waffe zu entreißen, woraufhin der Täter ihm mit der Waffe auf den Hinterkopf schlug. Der 60-Jährige zog sich dabei zwei Platzwunden am Kopf zu. „Die 86-jährige Mutter händigte dem Täter daraufhin eine dreistellige Bargeldsumme aus“, so die Polizei.
Ermittlungen der Polizei
Ferner heißt es in der Mitteilung, dass die Ermittlungen bei der Polizei in Leer aufgenommen wurden. „Aufgrund des übereinstimmenden Modus Operandi, zunächst zu klingeln, um in Erfahrung zu bringen, ob jemand zu Hause ist und dann durch Herantreten an die rückwärtige Gebäudeseite und Hebeln an einer Zugangsmöglichkeit zum Wohnhaus in die Räumlichkeiten zu gelangen, stand für die Ermittler schnell fest, dass es nicht auszuschließen ist, dass es sich jeweils um denselben Täter handeln könnte“, informiert die Polizeiinspektion Leer/Emden. Die örtlichen und zeitlichen Zusammenhänge sowie die vergleichbaren Personenbeschreibungen unterstützten die Vermutung. „Eine Auswertung der vorhandenen Videoaufzeichnung begründete dann den Tatverdacht gegen einen amtsbekannten 32-jährigen Mann.“
Untersuchungshaft
Der 32-jährige Beschuldigte wurde dann am 27. März in Weener festgenommen. Am 28. März ordnete das Amtsgericht Leer auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten an. Da der Beschuldigte vor Gericht suizidale Absichten äußerte, wurde er zunächst in eine Klinik gebracht. „Am nächsten Tag erfolgte eine Überführung in die Justizvollzugsanstalt Oldenburg. Seitdem befindet der Beschuldigte sich in Untersuchungshaft“, so Polizei und Staatsanwaltschaft in ihrer Mitteilung.
