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Flüchtlingssituation im Kreis Leer Notunterkunft steht leer – doch wer die Kosten dafür trägt, ist unklar

Drei aus der Ukraine stammende Frauen gehen in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge zu ihrem Quartier. Von dort wurden die Schutzsuchenden meist verteilt – und unter anderem in den Landkreis Leer geschickt.

Drei aus der Ukraine stammende Frauen gehen in der Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge zu ihrem Quartier. Von dort wurden die Schutzsuchenden meist verteilt – und unter anderem in den Landkreis Leer geschickt.

dpa-Symbolbild

Landkreis Leer - Wohnungen wurden händeringend gesucht und Notunterkünfte geschaffen: 2022 war im Landkreis Leer vor allem das Jahr, in dem es galt, Menschen in Not aufzunehmen. Viele Einwohner unterstützten den Landkreis bei dieser Mammutaufgabe, stellten Hilfsgüter und Wohnraum zur Verfügung. Im November ebbte die Flut an Schutzsuchenden, vor allem aus der Ukraine, dann ab, waren die Aufnahmequoten quasi fast erfüllt. Und so kamen und kommen immer weniger Menschen im Kreis Leer an. Notunterkünfte konnten aufgegeben, viele Hilfsprojekte erst einmal beendet werden. Doch für wie lange?

2041 Schutzsuchende aus der Ukraine registriert

Aktuell, so teilte die Pressestelle des Kreises auf Nachfrage mit, leben derzeit 2041 Menschen aus der Ukraine im Landkreis Leer. Hinzu kommen weitere 702 Asylbewerber, die meisten stammen aus dem Irak, aus Syrien und der Türkei. Ihre Unterbringung erfolgt dezentral.

Die letzte verbliebene Notunterkunft im Kreis, das Hotel in Warsingsfehn, steht aktuell leer. Vorerst wird die Unterkunft aber auch weiter vorgehalten. Wie berichtet, wurde der Mietvertrag bis Ende Dezember 2023 verlängert. Dafür votierte der zuständige Kreisausschuss. Wer diese Vorhaltekosten einer Notunterkunft trägt, solange sie nicht benutzt wird, ist allerdings unklar. Die Refinanzierung dieser Vorhaltekosten wurde noch nicht abschließend durch das Land geklärt, teilte die Pressestelle des Kreises auf Nachfrage mit.

Großteil der Millionen-Ausgaben werden erstattet

Geklärt ist derweil, wie viel Geld der Landkreis Leer im vergangenen Jahr für die Unterbringung der Schutzsuchenden selbst aufbringen muss. Wie berichtet, wurden erst einmal etliche Millionen Euro vorgestreckt, um die Unterbringung finanzieren zu können – in Summe waren es rund 8,3 Millionen Euro. Unterm Strich muss der Kreis jedoch „nur“ 770.000 Euro selbst aufbringen.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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