Hesel - Der Deutsche Städtetag schlägt Alarm: Die Flüchtlingsunterbringung ist für viele Kommunen kaum mehr leistbar und das in einer Situation, in der aufgrund des anhaltenden Angriffskriegs Putins auf die Ukraine immer mehr Menschen auch in Deutschland Schutz suchen. Im Landkreis Leer ist die Lage bereits sehr angespannt, denn der Wohnungsmarkt ist abgegrast, nur noch vereinzelt werden Unterkünfte angeboten. Der Landkreis hat die Kommunen deshalb bereits darauf vorbereitet, dass im Notfall Notunterkünfte geschaffen werden müssen. Eine Situation, die auch die Samtgemeinde Hesel vor eine große Herausforderung stellt, wie Erster Samtgemeinderat Joachim Duin auf Nachfrage bestätigte.
Kommunale Sporthallen
„Aufgrund der vorhandenen sanitären Anlagen kommen als Sammelunterkünfte in der Samtgemeinde Hesel vordringlich die kommunalen Sporthallen in Hesel, Holtland und Neukamperfehn sowie die Sporthalle des Landkreises Leer in Brinkum in Betracht“, führte er aus. „Verwaltungsseitig führen wir derzeit interne Abstimmungen vor, um die erforderlichen Entscheidungen notfalls kurzfristig treffen zu können.“
Alte Schulen
Bevor jedoch Sportanlagen geschlossen werden, „möchten wir alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen. Hierzu versuchen wir derzeit noch die letzten Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt zu akquirieren um möglichst bei den dezentralen Unterbringungen zu bleiben“, so Duin weiter. „Konkret werden wir unsere alten Schulen in Holtland und Schwerinsdorf zu Notunterkünften umnutzen.“
Wie viele Flüchtlinge schlussendlich in Hesel untergebracht werden müssen, ist noch vollkommen offen. Das, so Duin, hänge von dem tatsächlichen Zustrom der Menschen sowie der Anpassung der Aufnahmequoten durch das Land ab.
