Leer - Der Arbeitskreis „Frauen in der Feuerwehr“ im Feuerwehrverband Ostfriesland organisierte zum ersten Mal ein ostfriesisches Forum für Feuerwehrfrauen. Hierzu wurden alle Feuerwehrfrauen aus Ostfriesland eingeladen. 35 Kameradinnen machten sich am Samstag, 10. Juni, auf den Weg nach Leer zur Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ)
Es wurde den Kameradinnen ein abwechslungsreiches Programm geboten. Neben den feuerwehrpraktischen Themen Elektromobilität, Atemschutz-Schnupperkurs, Technische Hilfeleistung mit E-Rettungsgeräten und Wasserrettung, wurde von der Landesfrauensprecherin Sabine Schröder aus Scheeßel ein Impulsvortrag zum Thema sexuelle Belästigung vorgetragen.
Schirmherrschaft bei der Kreisrätin
Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hatte die 1. Kreisrätin des Landeskreises Leer, Ute Buntrock, übernommen. Als Gäste waren der Kreisbrandmeister des Landkreises Leer, Ralf Heykants, Regierungsbrandmeister Erwin Reiners und der Präsident des Feuerwehrverbandes Ostfriesland, Gerd Diekena, begrüßt werden. Hauptorganisatorin war die Sprecherin des Arbeitskreises Frauen, Tanja de Freese. Sie dankte dem Landkreis Leer, dem Kreisfeuerwehrverband Leer, dem Logistikzug, allen Dozenten und Ausbildern für die Unterstützung und ganz besonders Janina Brink für die Organisation.
1000. Frau in Ostfrieslands Feuerwehr
In diesem Jahr konnte die 1000. Frau in den Einsatzabteilungen der ostfriesischen Feuerwehren begrüßt werden konnte, berichtete unlängst der Feuerwehrsprecher Manuel Goldenstein.
Feuerwehrfrauen könne es aber immer noch öfter als Feuerwehrmännern passieren, dass ihre Fachkompetenz angezweifelt wird und sie sich zunächst intensiver beweisen müssen. „Zudem wird die physische und körperliche Eignung von weiblichen Mitgliedern manchmal in Frage gestellt. Dass es aber auch ’zarte’ männliche Mitglieder gibt, wird oftmals ausgeblendet“, so Goldenstein. Die ersten Feuerwehrfrauen, die neben Haushalt und Kindern „ihren Mann“ stehen mussten, traten 1981 in Uthwerdum ihren Dienst an.
