Leer - Wieder wird in Leer gemordet, wieder muss ein Polizisten-Duo alles geben, um die Morde trotz des trotteligen Chefs aufzuklären – und nebenbei bekommt Deutschland die schönsten Ecken der Stadt an der Leda gezeigt: Es ist Krimizeit. In Leer entstehen über die warmen Monate gerade gleich zwei neue Folgen der beliebten Friesland-Krimis, die bereits seit 2013 laufen. Das ist genug Zeit, damit die Hauptdarsteller Leer und Ostfriesland gut kennenlernen konnten. Nicht nur das, die Landschaft und das eher lockere Naturell der Ostfriesen hätten sie inzwischen wirklich schätzen gelernt, erzählen Sophie Dal, Maxim Mehmet und Holger Stockhaus bei einer Drehpause mitten in Leers Altstadt.
Zwei neue Folgen der seit 2013 laufenden Friesland-Reihe im ZDF werden derzeit in Leer und in Köln gedreht. Dabei schrieb Klaus Rohne das Drehbuch zu dem Film „Sterneduell“ und Susanne Wagner sowie Hagen Moscherosch zu „Knüllenkieker“. Bei beiden Filmen führt Alexander Costea die Regie.
In Sterneduell wird im Kühlraum eines Sternerestaurants die Sous-Chefin Tanja Möppen tot aufgefunden. War’s ein Unfall oder ein Mord?
In der Folge Knüllenkieker geht es um ein zerstörtes Segelboot am Strand, zu dem das Polizisten-Duo gerufen wird. Aber was ist mit den Seglern? Es gibt nur Trümmer und Blut.
Plauderei in der Leeraner Altstadt
Während um die Ecke die Kamera neue Szenen des Films einfängt, lüften sie auch ein wenig den Schleier darüber, wie sie selbst eigentlich ihre Rollen sehen. „Eine Zicke? Sie ist doch keine Zicke!“, empört sich Sophie Dal beim Plaudern im Wilhelminengang über eine Einschätzung ihrer Rolle als Polizistin Süher Özlügül. Kollege Maxim Mehmet sieht sich dagegen seiner Macho-Rolle als Polizist Henk Cassens etwas näher.
Plauderei in der Leeraner Altstadt: Sophie Dal, Maxim Mehmet und Holger Stockhaus im Pressegespräch. Bild: Axel Pries
Nein, so ein Womanizer wie der Henk sei er ja nicht, meint der 47-jährige Schauspieler, aber es mache doch Spaß, diese Rolle zu spielen. Da dürfe er sich doch – im Rahmen des Drehbuchs – auf „die Suche nach dem Henk in mir“ machen. Weniger begeistert ist seine Kollegin Sophie Dal bei der ähnlichen Frage, ob sie sich denn von der Film-Zicke Süher Özlügül unterscheidet. „Ist die Süher eine Zicke?“, fragt sie zurück. Eher nicht. „Sie ist sehr korrekt“, meint die Schauspielerin. Deshalb eckt sie mit dem eher legeren und eigenwilligen Henk häufiger an. „Er ist eigentlich die Zicke.“
Haben in Leer und Ostfriesland ihre Lieblingsorte gefunden: Holger Stockhaus, Sophie Dal und Maxim Mehmet beim Gespräch. Bild: Axel Pries
Innerhalb der Vorgaben von den Autoren, lassen die Schauspieler durchblicken, dürfen sie dabei ihre Rolle schon auch beeinflussen und ihnen eigene Charaktere geben. Die Vorgaben zu erfüllen, sei zugleich eine spannende Herausforderung, erklärt Holger Stockhaus, der im Film den leicht schrägen, aber sehr hilfsbereiten Bestatter Wolfgang Habedank spielt.
Freude über „das tolle Schloss“
Zusammen mit dem weiteren Team sind die drei in den nächsten Wochen in Leer zuhause, werden häufiger auf den Straßen zu finden sein. Im Herbst werden es noch einmal sieben bis neun Tage sein. Doch, die Stadt gefällt ihnen, erklären alle Drei, und es gibt auch Ecken, die sie besonders mögen. Das „tolle Schloss“ gehört zum Beispiel dazu, auch der Julianenpark, wo auch schonmal ein Dreh stattfand. In ganz Ostfriesland hätten ihnen viele Orte sehr gefallen, an denen sie bislang gearbeitet haben. Auch die Menschen, und Holger Stockhaus fasst für die Kollegen zusammen: „Uns gefällt die unaufgeregte Freundlichkeit der Ostfriesen.“
Auch ein paar Lieblingslokale, in denen sie sich gerne aufhalten, hätten sie inzwischen, verrät Sophie Dal, aber Kollege Maxim Mehmet wehrt auf die fragenden Gesichter ab: „Wo die sind, das verraten wir nicht.“
