Leer - Wo Volksfeste gefeiert werden, fällt auch stets viel Abfall an. Im Falle von Leers fünfter Jahreszeit – dem Gallimarkt – sind es nun mehrere Tonnen an Müll, die von den Stadtwerken eingesammelt werden müssen. „Die Menge in Tonnen ist abschließend noch nicht exakt bekannt. Es läuft aber nach Einschätzung der Kollegen darauf hinaus, dass es – vom Gewicht her – in etwa vergleichbar mit den Vorjahren sein wird. 2022 hatten wir 37,2 Tonnen Müll entsorgt“, sagte Stadtwerkesprecher Edgar Behrendt gegenüber unserer Redaktion.
„Wilder Müll“ ist ein Ärgernis
Ein großes Ärgernis ist allerdings auch der so genannte „wilde Müll“, also achtlos hingeworfene Abfälle wie etwa Getränkedosen oder Essensverpackungen. Sie sind schon seit längerer Zeit ein Problem in der Ledastadt – es sind sogar Hotspots bekannt, wo immer wieder wilder Müll aufgefunden wird – und jetzt nach dem Gallimarkt müssen die Mitarbeiter der Stadtwerke wieder größere Mengen davon beseitigen. „Dass bei einem Volksfest mit einer halben Million Besuchern auch Müll achtlos weggeworfen wird, bleibt nicht aus. Speziell auch an den Hotspots. Groß war das Aufkommen unter anderem an den Bushaltstellen oder auch an den Zuwegungen zum Gallimarkt“, erklärte Behrendt. Die Stadtwerke-Mitarbeiter sind während der Festivitäten in der vergangenen Woche täglich, auch am Samstag und Sonntag, im Einsatz gewesen, um Abfälle einzusammeln, so der Pressesprecher weiter.
Müllfluten bei Veranstaltungen
Da die Stadt bereits bei vorherigen Veranstaltungen immer wieder mit regelrechten „Müllfluten“ konfrontiert worden ist, hat die Verwaltung im vergangenen Jahr während des Weihnachtsmarktes kurzfristig reagiert und mehrere mobile Abfalleimer mit einem Fassungsvermögen von jeweils 120 Litern angeschafft. Auch damals war das Müllaufkommen so enorm, dass die Mitarbeiter der Stadtwerke an sieben Tagen in der Woche im Einsatz waren, um der Flut Herr zu werden. Speziell zwischen Denkmal- und Mühlenplatz war das Abfallaufkommen während des Marktes so hoch, dass die fest installierten Abfallkörbe schnell überfüllt waren. Und inzwischen haben sich die mobilen Mülleimer bewährt: Sie werden aktuell bereits seit längerem im Bereich des Denkmalplatzes eingesetzt, „da dieser Bereich stark frequentiert ist und dort häufig Veranstaltungen stattfinden“, erklärte Behrendt.
Austausch von Abfallbehältern
Doch es gibt auch noch eine zweite Maßnahme, mit der die Stadt versucht, dem hohen Abfallaufkommen entgegenzuwirken. Und zwar werden bereits seit längerer Zeit die Abfallbehälter im Innenstadtgebiet sukzessive gegen moderne und vor allem größere Behälter ausgetauscht. Damit sind die Verantwortlichen auch in diesem Jahr wieder ein gutes Stück vorangekommen, informiert Behrendt: „Wir haben einige von der Stadt gekaufte Exemplare in einem weiteren Teilstück der Fußgängerzone installiert. Der Austausch ist fast schon abgeschlossen.“
