Bei Chronic Obstructive Pulmonary Disease – oder kurz COPD – handelt es sich um eine Lungenerkrankung, die mit anhaltender Entzündung der Atemwege, einhergeht, die sogenannten chronische Bronchitis. Anguche Amukobole, Chefarzt der Abteilung Pneumologie der Klinik Innere Medizin am Borromäus Hospital Leer, schildert im Interview, welche Symptome mit COPD einhergehen und welche Therapiemöglichkeiten es gibt.

Was sind häufige Symbole?

Anguche AmukoboleDie häufigsten Symptome von COPD treten in Form von anhaltendem morgendlichem Husten mit Auswurf auf – allgemein im Volksmund auch als Raucherhusten und im medizinischen Fachjargon als chronische Bronchitis bekannt. Im Verlauf kommt es zunächst zur Luftnot bei starker Anstrengung, dann aber auch im Ruhezustand.

Was sind Risikofaktoren?

AmukoboleDer Hauptrisikofaktor für die COPD ist das Rauchen. Rund 80 Prozent der Betroffenen haben geraucht oder rauchen. Dass Passivrauchen insbesondere bei Kindern trägt erheblich dazu bei. Allgemein spielt eine genetische Veranlagung für COPD ebenfalls eine Rolle. Ein kleiner Teil der Patientinnen und Patienten haben einen Alpha-1-Antitrypsinmangel. Alpha-1-Antitrypsin ist ein besonderes „Schutzeiweiß“, welches gegen körpereigene Stoffe, die die Zellen der Atemwege abbauen, schützt. Erfreulicherweise kann dies gezielt behandelt werden. Aber auch Personen, die unter Tage arbeiten, mit offenem Feuer durch Verbrennung von Biomasse täglich in Kontakt kommen und Abgase, Stäube und schwere Rußentwicklung einatmen, sind anfällig.

Wie entsteht COPD?

AmukoboleBei der Erkrankung kommen zwei Grundprobleme zusammen. Zum einen leiden die Patientinnen und Patienten an einer chronisch-obstruktiven Bronchitis und/oder zum anderen an einem Lungenemphysem. Bei einem Lungenemphysem sind die Makrophagen, also eine Sorte von weißen Blutkörperchen, nicht mehr in der Lage, Schadstoffe aufzufangen, wenn die Menge dieses Fremdmaterials zu groß wird. Zu viele Entzündungszellen gelangen in die Lunge und schütten wiederum weitere Entzündungsmediatoren aus. Die Trennwände zwischen den Lungenbläschen werden unwiderruflich zerstört und es bilden sich große luftgefüllte Emphysemblasen, welche nicht am Gasaustausch teilnehmen – zeitgleich wird immer mehr Lungengewebe zerstört. Dadurch verkleinert sich die Fläche für den Gasaustausch, wodurch weniger Sauerstoff ins Blut gelangt. Das Atmen wird erschwert und die typischen Symptome wie Luftnot sind die Folge.

Was sind die Therapiemöglichkeiten?

AmukoboleBei der Therapie dieser stets fortschreitenden und zum Tode führenden Erkrankung geht es darum, die Verschlechterung der Lungenfunktion zu verlangsamen und hinauszuzögern, während man die Beschwerden der Patientinnen und Patienten im Rahmen der Möglichkeiten erträglicher macht. Der erste Schritt ist, sofort mit dem Rauchen aufzuhören. Da das lokale Abwehrsystem der Lunge nicht mehr in der Lage ist, sich optimal gegen ,banale‘ Krankheitserreger zu schützen, empfehlen sich folgende Impfungen: Influenza und Pneumokokken. Diese sollen schwereren Verläufen jeweiliger Erkrankungen bei COPD-Patienten vorbeugen. Atemgymnastik oder eine Atemtherapie stellt eine weitere wichtige Säule der Therapie der COPD dar. Bewegungstherapie wird gegen Muskel- und Nervenschwund eingesetzt. Als weitere Therapiesäule erfolgt eine auf den Patienten abgestimmte Medikation. Falls notwendig werden eine Sauerstofflangzeittherapie sowie eine nicht invasive Heimbeatmung eingeleitet.

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