Leer/Moormerland - Am Dienstag, 21. Februar, weitet die Gewerkschaft ver.di die Warnstreiks im öffentlichen Dienst aus – und das betrifft dann auch die Stadt Leer und die Gemeinde Moormerland. Hier sind die Beschäftigten der Kommunen, der Bundesagentur für Arbeit sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Das teilte Jürgen Jakobs vom ver.di-Bezirk Weser-Ems mit. Deshalb ist an diesem Tag mit Einschränkungen bei Dienstleistungen der Verwaltung zu rechnen. Auch die Kitas und Schulen könnten betroffen sein. Mit geschlossenen Annahmestellen und Beeinträchtigungen in den übrigen Bereichen müsse gerechnet werden.
Ausgleich für hohe Inflation gefordert
Hintergrund des Warnstreik-Aufrufs: Die hohe Inflation hinterlässt laut ver.di auch in den Geldbörsen vieler öffentlich Beschäftigter tiefe Spuren, besonders bei jenen mit niedrigen bis mittleren Gehältern, so ver.di weiter. Deshalb fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich. Am 24. und 25. Februar stehen im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes die nächsten Verhandlungen an, der Warnstreik vorab soll hier ein deutliches Zeichen setzen.
„Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes erwarten zu Recht eine angemessene und faire Entgelterhöhung. Es herrscht ein intensiver Wettbewerb um die Fachkräfte“, so Jürgen Jakobs, Gewerkschaftssekretär bei ver.di, weiter. „Der öffentliche Dienst darf hier auf keinen Fall den Anschluss verlieren“
Untere und mittlere Entgeltgruppen besonders betroffen
„Überproportional betroffen von den hohen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sind die Beschäftigten der unteren und mittleren Entgeltgruppen. Deshalb ist uns diese soziale Komponente extrem wichtig“, erläuterte Jürgen Jakobs. Ver.di erwarte endlich ein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber. Ansonsten sei mit weiteren Streiks zu rechnen.
Demonstration in Emden
All jene, die am Warnstreik teilnehmen, werden sich um 9.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Emden treffen. Ab 10 Uhr wird sich der Demonstrationszug durch die Stadt bewegen. Für 12 Uhr ist eine Kundgebung im Stadtgarten geplant.
