Leer - In der Großen Roßbergstraße 13-19 in Leer entsteht Großes: Auf dem 17 500 Quadratmeter umfassenden Grundstück, auf dem früher eine Molkerei stand, errichtet die Firma Kathmann Projekte GmbH derzeit einen Seniorenwohnpark. In einem nächsten Schritt sollen Mietwohnungen und ein gewerbliches Gebäude entstehen. Wir haben mit Tim Wieker von der Projektsteuerung über die Großbaustelle gesprochen.
Der Seniorenwohnpark
Der Seniorenwohnpark befindet sich derzeit im Rohbau, die Arbeiten haben Anfang dieses Jahres begonnen. „Das Gebäude ist 151 Meter lang und wir vermieten es an die Convivo-Gruppe aus Bremen“, sagte Tim Wieker im Gespräch mit unserer Zeitung.
Geplant ist, so Wieker weiter, den Seniorenwohnpark im Frühjahr 2023 fertigzustellen. Laut Informationen der Convivo-Gruppe wird ein viersöckiges Gebäude errichtet, das über 42 Wohnungen mit einer Mindestgröße von 38,58 Quadratmetern und einer Maximalgröße von 78,97 Quadratmetern verfügen wird. Geplant sind außerdem zwei Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Plätzen. Auch Service-Wohnungen, eine Tagespflege für circa 16 Personen, ein Friseur und ein Café sowie eine Garage mit 46 Stellplätzen sollen entstehen, informiert die Convivo-Gruppe außerdem.
Die Kosten
Da sich der Wohnpark in unmittelbarer Nähe zu den Bahnschienen befindet, werden einige Schallschutz-Maßnahmen getroffen, erklärte Wieker.„Beispielsweise werden die Balkone noch mit Lärmschutzwänden ausgestattet und im Gebäude befinden sich keine Aufenthaltsräume auf Bahnseite.“ Generell, so Wieker weiter, würden die Züge aber nicht mit Vollgas an dem Seniorenwohnpark vorbeifahren, sondern seien bereits abgebremst. Zu den Baukosten wollte sich Wieker derweil nicht äußern.
Zu den künftigen Mietpreisen des Wohnparks sagte Karl-Heinz Fuerst, Marken- und Produktcoach bei der Convivo-Gruppe, dass sich die Kosten für ein Zimmer an den Preisen stationärer Pflegeeinrichtungen orientieren. „Die Höhe des Eigenanteils wird noch bekannt gegeben, sobald die Preise festliegen“, so Karl-Heinz Fuerst
Convivo musste unter anderem aufgrund der Energie- und Baukosten die Preise nochmal überarbeiten. Da dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, kann Fuerst noch keine genauen Angaben machen.
Der Seniorenwohnpark wird von der Kathmann Projekte GmbH aus Bremen gebaut und an die Convivo-Gruppe aus Bremen vermietet.
Geplant sind 42 Wohnungen mit zwei bis drei Zimmern von 39 bis 79 Quadratmeter Größe. Außerdem zwei Wohngemeinschaften mit jeweils zwölf Zimmern, ein 24-Stunden-Pflegedienst im Haus, eine Tagespflege für 16 Personen und ein Café.
Zu den Kosten für ein Zimmer kann die Convivo-Gruppe noch keine genauen Angaben machen.
Wohnn und Gewerbe
Zweiter Teil des großen Bauprojektes wird das Errichten von Mietwohnungen und einem Gebäude mit Geschäftsräumen. „Weil wir uns hier in einem Mischgebiet befinden, müssen wir zu 50 Prozent Gewerbeflächen und zum anderen Teil Wohnflächen bauen“, erklärte Tim Wieker.
Mit den Arbeiten am zweiten Teil soll begonnen werden, sobald der Seniorenwohnpark fertiggestellt ist. Das gewerbliche Gebäude ist vierstöckig geplant mit einer Tiefgarage darunter.
Im Erdgeschoss werden 1000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen, im ersten und zweiten Obergeschoss jeweils 360 Quadratmeter und im Dachgeschoss 260. „Derzeit führen wir Gespräche mit potenziell sonst guten Mietern. Im Idealfall finden wir einen Mieter pro Etage“, erklärte Wieker.
Gespräche mit Mietern
Beispielsweise können sich die Verantwortlichen gut vorstellen, die verschiedenen Flächen an Ärzte oder Physiotherapeuten zu vermieten. „Das wäre auch mit Blick auf den Seniorenwohnpark sehr vorteilhaft“, so Wieker. Aber auch einen Kindergarten oder einen Einkaufs- oder Drogeriemarkt könne man sich gut als Mieter vorstellen. „Wir befinden uns hier aber noch in den frühen Planungen und müssen uns noch mit der Stadt abstimmen.“
Die Mietwohnungen sollen derweil im hinteren Bereich des insgesamt 17 500 Quadratmeter großen Areals entstehen. Auch hier steht noch nicht fest, wie viele genau am Ende verfügbar sein sollen. „Die Zahl 24 war mal auf dem Tisch. Es kann aber auch mehr oder weniger werden, die Planungen laufen auch hier noch“, erläuterte Wieker.
