Leer - 2015 wurden die ersten Pläne öffentlich, Ende 2020 sollte Baustart sein, passiert ist bislang jedoch kaum etwas: Das Millionenprojekt des Duisburger Projektentwicklers Fokus Development in der Leeraner Innenstadt kommt weiter nicht in Fahrt. Lediglich die Internetpräsenz für das Projekt „Wohnen am Wasser“ ist fertig. Für 30 Millionen Euro soll demnach auf einem 4000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Mühlenstraße, Ledastraße und Vaderkeborg ein neues Quartier entstehen. Geplant sind drei Etagen. Im Erdgeschoss sind 2400 Quadratmeter Gewerbefläche in neun Einheiten vorgesehen. Auf weiteren 5300 Quadratmetern soll Platz für Wohnungen sein. In früheren Veröffentlichungen waren auch Flächen für Büros und ein Hotel mit 90 Zimmern geplant. Dies scheint nun vom Tisch zu sein.
Umsetzung des Projekts weiter unklar
Ob und wann das Projekt in Leer tatsächlich umgesetzt wird, ist weiter unklar. Eine Anfrage bei Fokus Development in Duisburg blieb unbeantwortet. Vor gut drei Jahren hatte Vorstandsmitglied Andrej Pomtow noch betont, dass man weiter am Standort Leer interessiert sei. Im Leeraner Rathaus geht man davon aus, dass Fokus Development an dem Projekt festhält und dass die Planungen früher oder später wieder aufgenommen werden. „Grundsätzlich sehen wir das Vorhaben positiv, zumal es an der dortigen Stelle für eine weitere Belebung der Fußgängerzone und der gesamten Innenstadt sorgen würde. Eine neue Mitte entstehen zu lassen, wäre eine sinnvolle Weiterentwicklung“, so Stadtsprecher Edgar Behrendt.
Die Stadtverwaltung sieht allerdings den Investor am Zug. „Es gab und gibt in unregelmäßigen Abständen Gespräche, zuletzt 2021“, so Behrendt weiter. Der Stand der Dinge sei nun seit Längerem unverändert. „Es gibt einen Aufstellungsbeschluss für einen entsprechenden Bebauungsplan.“
OLB hat ihre Immobilie verkauft
Während das neue Quartier noch auf sich warten lässt, gibt es in unmittelbarer Nachbarschaft einen Eigentümerwechsel. Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat ihre Immobilie am Denkmalsplatz verkauft. Laut OLB-Sprecher Timo Cyriacks wurde der Vertrag Ende August beurkundet. Zum Käufer machte er keine Angaben. Die OLB bleibe aber trotz des Verkaufs am angestammten Platz: „Wir werden Teilflächen im Erdgeschoss und in den Obergeschossen zurückmieten.“ Dafür werde das Gebäude saniert. Ein Neubau sei hingegen vom Tisch.
