Leer - Die südliche Anbindung der Stadt Leer bleibt erhalten und der Pkw-Verkehr kann weiter über die Ledabrücke fahren. Das ist das Ergebnis der Brückenprüfung der vergangenen Woche, schreibt die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in einer Mitteilung. Weitere Maßnahmen sind derzeit aus statischer Sicht nicht erforderlich, heißt es weiter. Aber: Die Landesbehörde prüft, wie das Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 12,5 Tonnen effektiv durchgesetzt werden kann. Denn schwere Lkw und landwirtschaftliche Fahrzeuge, die das Verbot umgehen, fügen dem Bauwerk weiteren Schaden zu.
Eindeutige Prüfungsergebnisse
„Die Ergebnisse der Prüfung sind eindeutig. Die Konstruktion der 1951 in Betrieb genommenen Brücke ist geschädigt. Rost hat Träger und Versteifungen der Stahlkonstruktion angegriffen, auch die Betonteile weisen Schäden auf“, so die Landesbehörde. Nur wenn die Brücke wenig belastet wird, kann sie voraussichtlich bis zur Inbetriebnahme des Ersatzneubaus weiter genutzt werden. Eric Oehlmann, Präsident der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV): „Die engmaschige Überwachung der Ledabrücke und das Durchfahrtsverbot für schwere Lkw helfen uns, diese wichtige Anbindung der Stadt Leer zu erhalten. Die Prüfungsergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, den Neubau der Brücke jetzt umzusetzen.“ Frank Buchholz, Leiter des regionalen Geschäftsbereichs Aurich der NLStBV, ergänzt: „Deswegen werden wir die nötigen Ausschreibungen Anfang kommenden Jahres auf den Markt geben.“
Regelmäßige Kontrollen
Die Prüfungen der Ledabrücke finden im Abstand von sechs Monaten statt. Die Landesbehörde weist rechtzeitig auf die nächste Prüfung hin.
