Leer/Aurich - Die Staatsanwaltschaft Aurich legt einem heute 27 Jahre alten Angeklagten aus Leer die Begehung zweier besonders schwerer räuberischer Erpressungen sowie zweier weiterer Erpressungen und die Begehung eines gewerbsmäßigen Betruges zur Last. Die Taten sollen sich zwischen dem Sommer 2021 und im ersten Quartal 2022 in Leer zugetragen haben, wie die Pressestelle des Landgerichts Aurich mitteilte. Der Prozessauftakt ist für Dienstag, 11. Oktober, 14.30 Uhr, geplant.
Der Angeklagte soll sich in mehreren Fällen in den sozialen Medien als Frau ausgegeben und weibliche Nacktbilder gegen Entgelt anderen Nutzern angeboten haben, so die Pressestelle. „So soll er unter anderem Bilder an einen erwachsenen Geschädigten verkauft und im Rahmen des weiteren Kontakts auch Nacktbilder von dem männlichen Geschädigten erhalten haben, die er schließlich als Druckmittel für weitere Zahlungen gegen den Geschädigten eingesetzt haben soll“, hieß es in der Pressemitteilung. Durch Drohung mit der Veröffentlichung der Bilder sowie durch Drohung mit Gewalt soll der Geschädigte dann einen Betrag von mehr als 100.000 Euro an den Angeklagten gegeben haben.
„Durch die Tat soll der Geschädigte in die Gefahr des Todes gebracht worden sein. In ähnlicher Weise soll der Angeklagte auch gegenüber drei weiteren Geschädigten tätig geworden sein, wobei einer der Geschädigten minderjährig gewesen sein soll“, so die Pressestelle abschließend. Die Staatsanwaltschaft hat die Einziehung eine sechsstelligen Geldbetrags beantragt.
