Landkreis Leer - Die Energiepreise steigen an und reißen ein Loch in die Geldbeutel vieler Menschen. Doch trotz der steigenden Kosten will der Landkreis Leer am 9. und 10 September mit der Veranstaltung „Lücht un Spööl bi d’ Evenbörg“ in eine zweite Runde gehen. Etwa dreiviertel des 6,8 Hektar großen Evenburg-Parks sollen dann in den Abendstunden illuminiert werden. Leers Landrat Matthias Groote ist sich der Energie-Problematik bewusst, hält aber an der Durchführung von „Lücht un Spööl“ fest – und zwar mit Blick auf die Corona-Pandemie.
„Die Verträge für die Veranstaltung gibt es bereits seit dem vergangenen Jahr“, sagte Groote auf Nachfrage unserer Zeitung. „Wir hätten aus der Vereinbarung rauskommen können, wollen aber mit Blick auf die Pandemie die Veranstaltung gerne durchführen, weil die Menschen wieder richtig Lust auf Events haben.“ Im Vergleich zum vergangenen Jahr hätten sich die Kosten aber auch nicht signifikant erhöht. „Wir haben auch nicht übermäßig viel Technik vor Ort, wie beispielsweise große Beschallungsanlagen“, erklärte der Landrat und sagte, dass unter anderem die Auftritte auf den Bühnen oftmals pantomimisch sind und auch Kerzen zur Beleuchtung zum Einsatz kommen. „Wir sind natürlich seitens des Landkreises am überlegen, wo sich Energie einsparen lässt und auch in der zweiten Jahreshälfte wird das weiterhin ein großes Thema sein“, so Groote. „Aber generell müssen wir uns darauf einstellen, dass Veränderungen im Hinblick auf Klimaschutz und Energieeinsparungen auf den Veranstaltungssektor zukommen werden.“
„Lücht un Spööl bi d’ Evenbörg“ wird in Form eines Maskenfestes am 9. und 10. September durchgeführt, wobei die Besucher Halbmasken im Barock-Stil erhalten. Wie die Verantwortlichen im Rahmen eines Pressegesprächs sagten, wird der Park jeweils von 18 bis
Landrat Matthias Groote (links) sowie die Veranstalter, Organisationsleitung und die Unterstützer freuen sich auf „Lücht un Spööl“ im September. Bild: Thien
24 Uhr beleuchtet und auf acht bis zehn Bühnen werden Aufführungen gezeigt, die im Viertelstunden-Takt wiederholt werden. „Damit es sich nicht vor einer Bühne anstaut und es somit einen gewissen Schutz vor der Pandemie gibt“, erklärte der Landrat. Für das Catering ist das Evenburg-Cafe zuständig, es dürfen aber auch Speisen und Getränke für ein Picknick mitgebracht werden. Der Einlass erfolgt ab 18 Uhr.
Die Spielorte werden durch die Lichtilluminationen miteinander verbunden und sichtbar gemacht. Die Darbietungen zeigen unter anderem Schattenspiele, Tanz oder „Tableaux vivants“, wobei sich bewegende Körper zu einem Bild erstarren und mit der Landschaft zu einem Bild verschmelzen. In einem Vorprgramm werden auch „Walk-Acts“ unterwegs sein.
Wie Tourismus-Chef und Veranstalter Kurt Radtke erläuterte, gibt es pro Abend 1000 Eintrittskarten zu erwerben. „Für den 10. September haben wir schon 500 Karten verkauft und für den 9. September etwas über 200 Karten.“ Tickets werden in diesem Jahr online über den Anbieter Eventbrite verkauft. Sie kosten 25 Euro, eine Ermäßigung von 50 Prozent gibt es für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren sowie für Schwerbehinderte. Begleitpersonen von Schwerbehinderten und Kinder unter sechs Jahre haben freien Eintritt. Autos können an den Veranstaltungstagen auf der Wiese am Meierhof sowie auf dem Schützenplatz Loga an der Daalerstraße geparkt werden. Behinderten-Parkplätze und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt es an der Vorburg. Wie Conrad Lübbers, der die Organisationsleitung der Veranstaltung inne hat, erläuterte, wird es eine Einbahnstraßenregelung mit streckenweise absolutem Parkverbot geben. „Die Regelung betrifft von der Haupttraße beginnend die Straßen Roter Weg, Am Schlosspark, Daalerstraße und Kreuzung Am Kaak.“
