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„Mammobil“ macht in Moormerland Station Damit Brustkrebs keine Chance hat

Jede Brust-Aufnahme wird gespeichert und an die Ärzte weitergeleitet, wie Birgitt Kampen-Neumann erläuterte.

Jede Brust-Aufnahme wird gespeichert und an die Ärzte weitergeleitet, wie Birgitt Kampen-Neumann erläuterte.

Anuschka Kramer

Moormerland/Ostfriesland - Wer schon mal bei einer Mammographie war, der weiß: Es ist unangenehm. Die Brust wird für die Aufnahmen zusammengequetscht und jede Frau ist froh, wenn sie die Untersuchung hinter sich hat. Doch tatsächliche Erleichterung folgt dann für die meisten eigentlich erst dann, wenn sie offiziell erfahren, dass kein Befund vorliegt. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, die in der Gemeinde Moormerland wohnen, bekommen dieses Schreiben etwa eine Woche nach der Untersuchung – vorausgesetzt, sie folgen der Einladung des Mammographie-Screening-Programms Niedersachsen/Nordwest und kommen zum pinkfarbenen Mammobil, das in diesen Wochen beim Rathaus in Warsingsfehn steht.

Die Untersuchung erfolgt an einem speziellen Röntgengerät. Foto: Anuschka Kramer

Die Untersuchung erfolgt an einem speziellen Röntgengerät. Foto: Anuschka Kramer

950 von 1000 Frauen ohne Befund

Das Mammobil ist nicht unbekannt, schließlich touren gleich drei dieser Hightech-Untersuchungspraxen durch die Region, machen für einige Wochen Station, um die Krebsfrüherkennung anzubieten. In Moormerland ist es bereits zum achten Mal vor Ort – 3715 Frauen sind dieses Mal eingeladen, das Angebot, finanziert von den Krankenkassen und der Kassenärztlichen Vereinigung, anzunehmen. Sie alle sind im Alter zwischen 50 und 69 Jahren, denn in dieser Altersgruppe gehört Brustkrebs zur häufigsten Todesursache bei Frauen.

Oft zeigt die Röntgenaufnahme, dass alles in Ordnung ist. Im Durchschnitt sind 950 von 1000 untersuchten Frauen ohne Befund. Bei den übrigen 50 werden jedoch Auffälligkeit entdeckt, weiß Birgitt Kampen-Neumann. Sie ist im Screening-Programm für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und rührt in diesen Tagen in Moormerland die Werbetrommel für die Krebsvorsorge. Damit diese Auffälligkeiten entdeckt werden, sind gleich zwei Ärzte verantwortlich, sich jede Aufnahme genau anzuschauen und eine Analyse vorzunehmen. Entsteht ein Anfangsverdacht, wird dieser dann grundsätzlich in einem spezialisierten Fachärzteteam besprochen – ärztlichen Einzelentscheidungen gibt es nicht.

Hoffen, dass zahlreiche Frauen der Einladung zur Mammographie folgen: Gleichstellungsbeauftragte Anja Zimmermann,  Birgitt Kampen-Neumann vom Mammographie-Team und Moormerlands Bürgermeister Hendrik Schulz. Foto: Anuschka Kramer

Hoffen, dass zahlreiche Frauen der Einladung zur Mammographie folgen: Gleichstellungsbeauftragte Anja Zimmermann, Birgitt Kampen-Neumann vom Mammographie-Team und Moormerlands Bürgermeister Hendrik Schulz. Foto: Anuschka Kramer

Sterblichkeit senken

Dr. med. Mary Andresen-Khanlian, Dr. med. Margret Ganseforth und Dr. med. Gerold Hecht sind die programmverantwortlichen Ärzte für die Region Niedersachsen-Nordwest. Sie wünschen sich, dass möglichst viele der eingeladenen Frauen zur Untersuchung kommen. Denn, so argumentiert Andresen-Khanlian: „Das Mammographie-Screening-Programm ist die derzeit beste zur Verfügung stehende Methode, um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen und damit schonender zu behandeln. Ziel des Programmes ist es die Sterblichkeit an Brustkrebs um etwa 30 bis 40 Prozent zu senken.“

Und auch Hendrik Schulz, Bürgermeister der Gemeinde Moormerland, und Gleichstellungsbeauftragte Anja Zimmermann hoffen, dass möglichst viele Frauen der Einladung folgen. Die Krebsfrüherkennung sei äußerst wichtig und helfe, Leben zu retten.

Weitere Informationen und eine Übersicht über die nächsten Stationen der Mammobile finden Interessierte unter

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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