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Nachnutzer für Nordseeklinik nicht in Sicht Nun steht auch ein Kauf durch die Stadt Borkum im Raum

Wird demnächst Borkums Politik beschäftigen: die Nordseeklinik. Sollte die Stadt das Gebäude nach der Schließung kaufen?

Wird demnächst Borkums Politik beschäftigen: die Nordseeklinik. Sollte die Stadt das Gebäude nach der Schließung kaufen?

Andreas Behr

Borkum - In Sachen Nordseeklinik auf Borkum sind die Würfel gefallen: Am 31. März stellt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland (DRV) den Betrieb ein. Ein Sozialplan soll es dem größten Teil der Mitarbeiterschaft ermöglichen, weiter auf der Insel zu arbeiten, erklärten die Betreiber und Bürgermeister Jürgen Akkermann am Dienstag nach einem nicht öffentlichen Informationstreffen mit dem Stadtrat. Die zentrale Frage nach der weiteren Nutzung blieb aber ungeklärt – und dürfte Borkums Politik in nächster Zeit intensiv beschäftigen. Denn im Gespräch ist auch, dass die Stadt das Gebäude übernimmt.

Stadt Borkum hat das Vorkaufsrecht

Wie das Magazin „Borkumerleben“ nach dem Pressegespräch berichtet, ist eine direkte Übernahme des Gebäudes durch einen neuen Nutzer ab dem 1. April unwahrscheinlich. Stattdessen gebe es zwei Optionen, lassen Betreiber und Bürgermeister durchblicken: Die DRV könnte einen Käufer durch einen europaweiten Bieterwettbewerb suchen oder die Stadt Borkum kauft es selbst. Die Stadt hat das Vorkaufsrecht und könnte als Eigentümerin selbst entscheiden, an wen es veräußert wird. Der Bebauungsplan lasse an dem 1a-Standort eine vielfältige Nutzung zu, nur keine Ferienwohnungen. Möglich wäre auch ein Abriss. Im Fall einer Übernahme wäre die Stadt aber auch in der Pflicht, über das Gebäude an der Promenade zu entscheiden, aus dem die Rentenversicherung sich zurückzieht, weil es sanierungsbedürftig sei. Ein Erwerb beinhaltet daher auch Risiken, und Bürgermeister Akkermann äußerte sich zunächst zurückhaltend: „Wir werden uns das Wertgutachten und die Bausubstanz genau anschauen und dann entscheiden.“ Auch bei den Personalwohnungen wäre eine kommunale Übernahme in Zeiten fehlenden Wohnraums denkbar. Dazu gebe es Gespräche.

Berichten über die Zukunft der Nordseeklink: Leiter Gebäudemanagement Michael Luse, Pressesprecher Francesco Fronholt, GF Dirk Mentzner, BM Jürgen Akkermann, Allgemeine Vertreter der Stadt Borkum Frank Pahl und die pers. Referentin von GF Mentzner. Bild: Andreas Behr

Berichten über die Zukunft der Nordseeklink: Leiter Gebäudemanagement Michael Luse, Pressesprecher Francesco Fronholt, GF Dirk Mentzner, BM Jürgen Akkermann, Allgemeine Vertreter der Stadt Borkum Frank Pahl und die pers. Referentin von GF Mentzner. Bild: Andreas Behr

Sieben Jahre lang Ausgleichszahlungen

Oder die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bund übernimmt die Wohnungen als Träger des Kooperationspartners Klinik Borkum Riff. Mit der Rentenversicherung Bund sei man bei der Übernahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso im Gespräch wie mit dem weiteren Kooperationspartner, der Knappschaft Bahn See. Das Ziel ist, alle Beschäftigte, die auf der Insel bleiben wollen, auch bei den neuen Arbeitgebern unterzubringen. Bei einer gleichwertigen Stelle mit weniger Gehalt, werde für sieben Jahre die Differenz durch Ausgleichszahlungen durch die DRV Rheinland übernommen, hieß es bei dem Pressegespräch. Es gibt Detaillösungen. Die DRV-Bund übernimmt etwa das Hauswirtschaftspersonal der Nordseeklinik und die Psychosomatische Abteilung. Mangels räumlicher Kapazitäten verbleibt diese Abteilung sogar in der Nordseeklinik in ihren bisherigen Räumen, inklusive der Zimmer für psychosomatische Patienten. Geprüft werde auch ein Interesse von Arztpraxen.

Was wird aus dem Gebäude der Nordseeklinik auf Borkum? Das ist jetzt das beherrschende Thema.

KLINIK SCHLIESST ENDE MÄRZ Investor soll Interesse an Nordseeklinik auf Borkum haben

Axel Pries
Borkum
Axel Pries
Axel Pries Ostfriesland-Redaktion/Leer
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