Holtland - Die Explosion war so gewaltig, dass die Scherben teilweise 40 Meter weit flogen: Am 24. Januar 2022 sprengten Kriminelle einen Geldautomaten in der Raiffeisenbankfiliale in Holtland im Landkreis Leer in die Luft. Am nächsten Tag war klar: Es muss sich um mindestens drei Täter gehandelt haben, und auch das Fluchtauto konnte identifiziert werden: ein Audi. Mit dem fuhren die Täter über die A 28 und die A 31, bis sich die Spur verlor. Doch wie sind die Ermittlungen seitdem verlaufen?

Wir haben bei der Polizeidirektion Osnabrück nachgefragt und erfahren, dass die Beamten noch immer an dem Fall dran sind. Zwar seien derzeit keine Zusammenhänge mit anderen Taten in der Region erkennbar, „trotzdem sind die Ermittlungen auch in dieser Hinsicht noch nicht abgeschlossen“, so die Polizei-Pressestelle. „Insbesondere die vor Ort gesicherten Spuren werden mit denen aus Ermittlungen anderer Dienststellen im Bundesgebiet und dem benachbarten europäischen Ausland abgeglichen und könnten auch zukünftig noch Ermittlungsansätze ergeben.“

Sicher ist: Bei der Tat wurden laut Polizei etwas weniger als 50 000 Euro erbeutet. Darüber hinaus steht fest, dass es wahrscheinlich kein Gas war, mit dem der Automat gesprengt wurde, sondern sogenannter Festsprengstoff. „Genauere Beschreibungen des Tathergangs sind aus ermittlungstaktischen Gründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.“

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord