Borkum - Wer Ferienwohnungen und Häuser vermietet, der sollte elektronische Mietangebote genau prüfen. Darauf wies die Polizei am Mittwoch in einer Pressemeldung hin.
„Nur weil eine Mail auf den ersten Blick seriös wirkt, muss sie es nicht sein. Die Angaben in der sichtbaren Mail-Adresse lassen sich problemlos fälschen“, so die Pressestelle. Es werde geraten, niemals Links in unbekannten Mails anzuklicken. Ebenso sollten keine unnötigen Daten per Mail herausgegeben werden.
Grund für die Warnung ist ein Geschehen auf der Insel Borkum. Dort erhielt ein Ferienhaus-Vermieter eine Buchungsanfrage aus Spanien, und zwar von einer nicht personalisierten E-Mail-Adresse. „Die Mail-Adresse sollte den Eindruck einer Firmenadresse erwecken, wies jedoch einen deutlichen Schreibfehler auf und wurde unter einer veralteten Adresse von @hotmail.com gesendet. Das war noch keinen Grund zur Beunruhigung, jedoch wurde er in der zweiten E-Mail auf die Art des Schreibens und die klare Anfrage zu persönlichen Daten aufmerksam. Auch war in der zweiten Mail eine Überschwänglichkeit erkennbar, welche nicht im Verhältnis zu einer normalen Buchungsangelegenheit stand“, erläuterte die Polizei-Pressestelle weiter. Gleichzeitig fiel dem Vermieter auf, dass die komplette elektronische Absenderadresse den Eindruck erweckte, dass noch andere Mail-Adressen verdeckt in der Anfrage mit angeschrieben wurden. Schlussendlich setzte sich der Vermieter mit der Polizei auf Borkum in Verbindung.
