Rhauderfehn - Vormittags am 3. Juli, ist die Polizei zu einem größeren Einsatz in die 1. Süderwieke in Rhauderfehn ausgerückt. Die Beamten führten vor Ort eine Hausdurchsuchung durch. Das teilte Corinna Maatje, Pressesprecherin der Polizeiinspektion (PI) Emsland/Grafschaft Bentheim, auf Nachfrage unserer Redaktion mit. „Es handelte sich um einen geplanten Einsatz“, so die Polizeisprecherin weiter.
Sechs Beschuldigte
Wie die PI nun in einer Mitteilung schreibt, wurden insgesamt elf Gebäude in Rhauderfehn, Papenburg, Dörpen und Lingen durchsucht. Die Beamten gingen bei ihren Ermittlungen dem Verdacht des Betrugs und der Geldwäsche nach. „Die Ermittlungen richten sich gegen sechs Beschuldigte. Drei der Beschuldigten stehen in Verdacht, über einen längeren Zeitraum in 2020 und 2021 Kurzarbeitergeld und Zuschüsse zu den Sozialversicherungen beantragt zu haben, obwohl die Voraussetzungen dafür nicht gegeben waren. Nach derzeitigen Ermittlungen liegt der Schaden im sechs- bis siebenstelligen Bereich“, heißt es weiter in der Mitteilung.
Zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt
An den Durchsuchungsmaßnahmen unter Leitung der Staatsanwaltschaft Osnabrück waren insgesamt über Hundert Einsatzkräfte, unter anderem der Bereitschaftspolizei Osnabrück, der Zentralen Kriminalinspektion Osnabrück, der Diensthundestaffeln Osnabrück und Oldenburg sowie Ermittlerinnen und Ermittler der Polizeiinspektion Leer/Emden und der Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim beteiligt. Es konnten diverse Beweismittel gesichert werden, die nun ausgewertet werden müssen.
