Rhauderfehn -
Die Feuerwehren aus Rhaudermoor und Westrhauderfehn waren schnell vor Ort. Ein Übergreifen auf die Gebäude konnte weitestgehend verhindert werden, jedoch wurde eine Doppelhaushälfte durch den Brand beschädigt. Wegen der massiven Hitze waren die Scheiben geplatzt, Rauch und Feuer drangen in das Haus ein. Eine weitere Ausbreitung in der Wohnung konnte durch die Einsatzkräfte aber verhindert werden.
Auch am zweiten Gebäude entstand durch die Hitze ein Schaden. Beide Wagen, darunter ein Elektrofahrzeug, und die Carports brannten vollständig aus.
Der Brand des E-Autos sollte die Einsatzkräfte dann aber noch lange beschäftigten: Der Akku des Wagens wurde durch das Feuer ebenfalls beschädigt und fing immer wieder an zu brennen. Hierfür wurde im weiteren Einsatzverlauf das Cobra-Löschsystem der Feuerwehr Loga angefordert. Mit diesem Spezialgerät war es möglich, in die Akkuzellen einzudringen und den Brand im Akku von innen zu löschen sowie weitere Zellen zu zerstören, um einen erneuten Brandausbruch zu verhindern. Das Ablöschen des Akkus war erfolgreich, dauerte jedoch rund drei Stunden. Trotzdem konnte aber ein noch längerer Einsatz verhindert werden, denn ein in Brand geratener Akku eines E-Autos muss ohne diese Methode 48 bis 72 Stunden gekühlt werden. Das Versenken des PKW in ein Wasserbassin kam aus mehreren rechtlichen Gründen nicht in Frage.
Letztlich konnten die Feuerwehren vor Ort den Einsatz gegen 19 Uhr vollständig beenden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und wird in den kommenden Tagen weitere Untersuchungen vornehmen. Die vom Brand betroffene Doppelhaushälfte ist zunächst unbewohnbar.
