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Nach Sensationsfund in Ostfriesland Römischer Münzschatz von Filsum wird ausgestellt

Sie haben die Münzen gefunden, geborgen und die Ausstellung organisiert:  Herbert Albrecht (von links), Carsten Eilts, Dr. Jan F. Kegler von der Ostfriesischen Landschaft, Sebastian Heibült, Wolfgang Janßen und Thomas Schlunck.

Sie haben die Münzen gefunden, geborgen und die Ausstellung organisiert: Herbert Albrecht (von links), Carsten Eilts, Dr. Jan F. Kegler von der Ostfriesischen Landschaft, Sebastian Heibült, Wolfgang Janßen und Thomas Schlunck.

Ostfriesische Landschaft

Filsum/Remels - Am Freitag, 17. März, findet um 11.30 Uhr in der Raiffeisen-Volksbank eG Remels in der Ostertorstraße 100 die feierliche Eröffnung der Ausstellung eines römischen Münzschatzes statt. „Wir freuen uns, dass wir die 96 römischen Silbermünzen von Filsum in diesem passenden Rahmen erstmals der Öffentlichkeit präsentieren können und sind dankbar für die Unterstützung durch die RVB“, erklärt Landschaftspräsident Rico Mecklenburg.

Fund nach monatelanger Suche

Nach monatelanger Suche hatten – wie berichtet – ehrenamtliche Sondengänger in Zusammenarbeit mit der Ostfriesischen Landschaft den rund 1800 Jahre alten Münzhort aufgespürt und ausgegraben. Das Besondere an dem Fund ist, dass die Stelle bereits über 150 Jahre aus der Literatur bekannt, aber wieder in Vergessenheit geraten war. „Es ist schon erstaunlich, dass diese alte Quelle nun zum größten römischen Münzfund auf der ostfriesischen Halbinsel seit über 100 Jahren führte“, betont Dr. Jan F. Kegler, Leiter des Archäologischen Forschungsinstitutes der Ostfriesischen Landschaft. Auch außerhalb Ostfrieslands stieß diese Geschichte auf Beachtung.

Silber-Denare wurden professionell gereinigt

Für die Ausstellung wurden die Silber-Denare zunächst professionell gereinigt und dann bestimmt. „Mitunter war es reinste Detektivarbeit, herauszufinden, um welche Münzen es sich handelt und aus welchem Jahr sie stammen“, erklärt Sebastian Heibült, einer der fünf ehrenamtlichen Finder des Münzschatzes. Schließlich seien die Geldstücke rund 1800 Jahre vergraben gewesen. Durch wiederholtes Pflügen und Düngen des Feldes seien einige kaum oder gar nicht mehr identifizierbar gewesen. „Das würden heutige Münzen bestimmt nicht so lange überstehen“, ist sich Heibült sicher.

Fördermittel und Projektbegleitung

Die Restaurierung und Präsentation der Münzen fanden im Rahmen eines von der Ostfriesischen Landschaft begleiteten Citizen Science-Projektes statt. Fördermittel stammen aus der Regionalen Kulturförderung der Ostfriesischen Landschaft sowie von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Raiffeisen-Volksbank eG Aurich. „Dieses spannende Projekt haben wir gerne unterstützt und finden es beeindruckend, mit wie viel Engagement und Beharrlichkeit die ehrenamtlichen Beteiligten sich eingebracht haben“, erläutert Mario Baumert, Vorstandsmitglied der RVB. Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der RVB besichtigt werden.

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