Moormerland - Was ist bloß mit der Timmeler Straße los? Schon lange können Verkehrsteilnehmer dort nur Tempo 50 fahren, ein kleines Stück ist sogar mit Tempo 30 beschildert, und Verkehrszeichen mahnen zur Vorsicht aufgrund von Straßenschäden. Doch in Sachen Sanierungsarbeiten tut sich nichts. Wir haben bei Frank Buchholz, Leiter des Auricher Geschäftsbereichs der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV-AUR), nachgefragt, wann diese wichtige Verbindung zwischen den Gemeinden Moormerland und Großefehn endlich ausgebessert werden soll.
Angespannter Landeshaushalt
Wie Buchholz gegenüber unserer Redaktion erklärte, stehen im Haushaltsjahr 2023 insgesamt 81,9 Millionen Euro für Landesstraßen zur Verfügung. „Aufgrund der äußerst angespannten Lage des Landeshaushalts und des daraus resultierenden begrenzten Investitionsbudgets werden in diesem Jahr niedersachsenweit Investitionsschwerpunkte im Landesstraßenbauprogramm festgelegt. Diese betreffen sämtliche Geschäftsbereiche der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr“, so Buchholz weiter. Finanziert werden in diesem Jahr vorrangig Brückenerhaltungsarbeiten und Ersatzbauten, Radwege, noch laufende Baumaßnahmen aus dem vergangenen Jahr sowie Projekte aus dem „Ortsdurchfahrtenprogramm“. Dazu Buchholz: „Für neue großflächige oder auch tiefgehende Fahrbahnerhaltungsmaßnahmen besteht in diesem Jahr kein finanzieller Spielraum.“
Kein verlässlicher Zeitraum benennbar
Und was bedeutet das nun für die Timmeler Straße? Aufgrund des knappen Landeshaushalts kann Buchholz keinen verlässlichen Zeitpunkt benennen, wann der Straßenabschnitt zwischen Hatshausen und Timmel komplett saniert sein wird. „Lediglich eine punktuelle Schadstelle wird in Kürze noch entfernt. Dabei handelt es sich um die Schadstelle, die von Timmel aus kommend hinter dem Fehntjer Tief auf der rechten Fahrbahn ist und mit Tempo 30 beschildert wurde“, erklärte der Geschäftsstellenleiter der NLSTBV in Aurich. Die Schäden an der Straße resultieren zum einen aus dem Alterungsprozess der Fahrbahn und zum anderen aus dem Untergrund, der zum Teil nicht tragfähig genug ist und damit Verformungen an der Straße hervorruft.
Geschwindigkeitsbegrenzung
Die Schäden an der Fahrbahn sind mit Rissen und Absenkungen im Asphalt deutlich erkennbar. Entsprechend ist die Geschwindigkeit auf der Strecke auf Tempo 50 angepasst worden, zuvor konnte 70 gefahren werden. „Nach Abschluss der kompletten Sanierungsarbeiten wird die ursprünglich vorhandene Geschwindigkeitsbeschränkung wieder gelten“, sagte Buchholz auf Nachfrage unserer Redaktion. Aufgrund der geänderten Geschwindigkeitsbegrenzung hat die Polizeiinspektion Leer/Emden dort auch schon ein paar Geschwindigkeitsüberprüfungen durchgeführt. Diese waren „durchaus zielführend“, wie Polizeisprecherin Svenia Temmen sagte. „Die gefahrenen Geschwindigkeiten waren anfangs noch höher, haben sich aber, seitdem die Messungen dort durchgeführt wurden, entsprechend normalisiert“, erklärte sie auf die Frage hin, ob auf der Strecke häufig „Temposünder“ unterwegs sind.
