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Totschlag in Leer Leiche obduziert - Ermittlungen wegen Tatmotiv

Ein 54 Jahre alter Mann wurde in U-Haft genommen. Hat er seinen Mitbewohner getötet?

Ein 54 Jahre alter Mann wurde in U-Haft genommen. Hat er seinen Mitbewohner getötet?

dpa-Symbolbild

Leer - Warum ist ein 51 Jahre alter Mann in Leer getötet worden? War es wirklich ein Streit? Was ist an dem Abend wirklich geschehen? Wir haben uns mit Jan Wilken von der Staatsanwaltschaft Aurich über den Stand der Ermittlungen und das weitere Vorgehen in dem Fall unterhalten.

Was ist bereits bekannt ?

Es war Freitagabend gegen 23.15 Uhr, als – so der aktuelle offizielle Ermittlungsstand – das 51 Jahre alte Opfer mit seinem 54 Jahre alten Mitbewohner in der gemeinsamen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Leer in Streit geriet. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde der 51-Jährige dann durch eine Hiebwaffe verletzt und getötet. Die Polizei nahm den 54-jährigen Tatverdächtigen noch am Tatort fest. Am Samstag wurde dann Haftbefehl wegen Totschlags erlassen – seitdem sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

Wie lange wird der Verdächtige in U-Haft bleiben ?

„Bei Untersuchungshaft ist es so, dass die Sache binnen sechs Monaten verhandelt werden muss“, so Jan Wilken. Sollte der Fall eintreten, dass die Untersuchungshaft länger andauern muss, sei es Sache des Oberlandesgerichts, darüber zu entscheiden.

Und was bedeutet das für die Anklage ?

„Man kann irgendwann in den nächsten drei Monaten mit einer Anklageerhebung rechnen, zumindest versuchen wir immer, binnen drei Monate nach der Inhaftierung Anklage zu erheben“, erläuterte der Staatsanwalt weiter. Die Verhandlung selbst werde dann innerhalb der nächsten sechs Monate terminiert. Das sei zumindest der normale Gang. Bedeutet: Die Ermittler arbeiten jetzt mit Hochdruck, um den Fall zu klären.

Es hieß, es soll eine Obduktion geben – wann ist es soweit ?

„Die war bereits“, verwies Staatsanwalt Jan Wilken auf den Sonntag. Doch auch wenn dieser Teil der Ermittlungen somit schon abgeschlossen ist – „zu den Ergebnissen sage ich noch nichts“.

Wie steht es um das Motiv und die Tatwaffe ?

Eine Auseinandersetzung kann aus vielen Gründen entstehen. Warum die beiden Männer in Streit gerieten, muss, so wurde im weiteren Gespräch mit dem Staatsanwalt deutlich, noch genau geklärt werden. Und auch die Hiebwaffe, von der Polizei und Staatsanwaltschaft in ihren offiziellen Pressemitteilungen schrieben, wollte Wilken vorerst nicht näher beschreiben.

Wer alarmierte eigentlich die Polizei ?

„Auch das ist gerade noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, betonte der Staatsanwalt. Er wollte weder erläutern, ob einer der Männer noch einen Notruf abgesetzt hat oder ein unbeteiligter – oder beteiligter? – Dritter, noch ob eventuell Nachbarn oder Bekannte. Sicher ist: Irgendjemand wählte die 110, sonst wäre die Tat vielleicht nicht so schnell entdeckt worden.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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