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Folgen des Ukraine-Kriegs Immer mehr Flüchtlinge – Kreis Leer muss weitere 1,5 Million Euro investieren


Vor allem Frauen und Kinder fliegen aus der Ukraine. Einige von ihnen finden im Landkreis Leer Schutz. 
dpa-Symbolbild

Vor allem Frauen und Kinder fliegen aus der Ukraine. Einige von ihnen finden im Landkreis Leer Schutz.

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Landkreis Leer - Der Krieg in der Ukraine dauert an, noch immer flüchten die Menschen und finden unter anderem im Landkreis Leer Schutz. Aktuell leben hier mehr als 2000 Ukrainer, hinzu kommen weitere 844 Asylbewerber aus anderen Staaten.

Viele in Wohnungen

Viele der Menschen sind dezentral in Wohnungen untergebracht, weitere 146 leben derzeit in der zur Unterkunft umfunktionierten BBS-Sporthalle in Leer, 72 Menschen im ebenfalls zur Sammelunterkunft umgestalteten Hotel in Warsingsfehn. Die Schule in Weener ist weiterhin nicht belegt und dient als Notreserve, in der Jugendherberge auf Borkum sind mittlerweile 83 Menschen untergebracht, bis zu 500 haben dort Platz. „In dieser Woche sollen weitere Flüchtlinge auf die Insel gebracht werden“, teilte Kreis-Sprecher Philipp Koenen auf Nachfrage mit.

Unterbringung kostet

Derzeit tritt der Kreis Leer für die Unterbringung der Menschen in Vorleistung. Wie berichtet, hatte sich die Behörde zu Beginn der Ukraine-Krise überplanmäßige Ausgaben in Höhe von 6,84 Millionen Euro durch den Kreistag genehmigen lassen, um die Unterbringung und Versorgung gewährleisten zu können. Jetzt hat der zuständige Kreisausschuss beschlossen, weitere überplanmäßig 1,5 Millionen Euro im Haushalt 2022 bereit zu stellen, um die Kosten der Unterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine zu decken, wie Kreis-Sprecher Philipp Koenen am Mittwoch bekanntgab.

Kostenerstattung unklar

„Der Bund und das Land Niedersachsen werden dem Landkreis einen Teil der Kosten erstatten – in welcher Höhe, steht aber noch nicht fest“, teilte Koenen weiter mit. Allein 1,7 Millionen Euro wird, wie berichtet, die Unterbringung der Flüchtlinge auf Borkum kosten – für ein halbes Jahr.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Ostfriesland-Redaktion/Leer
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