Ostfriesland - Das Jahr 2022 war ein gutes für Volksfest-Liebhaber und Marktbeschicker. Denn erstmalig seit Beginn der Corona-Pandemie konnten größere Events wie beispielsweise der Leeraner Gallimarkt, das Schützenfest in Esens oder der Auricher Herbstmarkt wieder normal stattfinden. „Wir waren sehr zufrieden mit 2022 und haben auch bei den Besuchern einen großen Nachholbedarf bemerkt“, sagte Timo von Halle, Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Ostfriesland, im Gespräch mit unserer Redaktion. Er berichtete, dass das vergangene Jahr für die Schausteller sogar „gefühlt einen Tacken besser“ lief als die Zeit vor der Pandemie.
„Wir hatten das Emder Schützenfest, den Norder Beestmarkt und den Gallimarkt mit seinen 500 000 Besuchern“, zählte von Halle einige Highlights des vergangenen Jahres auf. „Diese großen Veranstaltungen laufen eigentlich immer gut. Aber 2022 war es gefühlt noch etwas besser“, so der Schausteller-Vorsitzende weiter. Als Beispiel führte er den Gallimarkt auf: „500 000 Besucher sind eigentlich eine normale Zahl für den Gallimarkt. Aber weil er zuvor zwei Jahre lang nicht stattfinden konnte, kommt einem die Zahl nun besonders hoch vor.“
Hinter den Erwartungen zurückgeblieben seien höchsten „ein paar kleine Veranstaltungen“. Wobei Timo von Halle den kleineren Events aber im Allgemeinen auch ein gutes Zeugnis ausstellt und von vielen erlebnisfreudigen Besuchern spricht. Beispiele dafür seien der Johannimarkt in Weener oder der Frühjahrsmarkt in Moormerland. Beide wurden laut von Halle gut angenommen.
Die ersten Veranstaltungen, die in 2023 auf die Schausteller zukommen, sind die Frühjahrsmärkte, wie unter anderem in Wilhelmshaven. Dann folgen die Ostermärkte, wie beispielsweise der in Aurich, so von Halle im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Zeit bis dahin würden die Schausteller aber nicht mit Däumchendrehen verbringen: „Wir planen Veranstaltungen, überlegen, was besser gemacht werden könnte und arbeiten natürlich an den Buden und Fahrgeschäften“, erklärte der Vorsitzende weiter. So werden die Fahrgeschäfte und Buden derzeit gereinigt, es werden Reparaturen vorgenommen und TÜV-Abnahmen erfolgen.
Auf die Frage, an welchen Veranstaltungen oder Konzepten denn Verbesserungen oder Anpassungen vorgenommen werden müssten, sagte Timo von Halle: „Es gibt hier und da mal eine Stellschraube, an der gedreht werden muss. Wir haben im vergangenen Jahr zum Beispiel Live-Action-Darsteller auf einigen Festen gehabt. Zu diesem Angebot wollen wir uns nochmal ein paar Gedanken machen.“
