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Von Ostfriesland bis Friesland So lässt sich der Wert der eigenen Immobilie bestimmen

Wer eine Immobilie verkaufen will oder sich ein Eigenheim zulegen möchte, der interessiert sich vor allem für eines: den Preis. Doch auch wer nicht veräußern möchte, ist gelegentlich neugierig auf den Wert der eigenen vier Wände, wahlweise eines brachliegenden Stücks Bauland.

Wer eine Immobilie verkaufen will oder sich ein Eigenheim zulegen möchte, der interessiert sich vor allem für eines: den Preis. Doch auch wer nicht veräußern möchte, ist gelegentlich neugierig auf den Wert der eigenen vier Wände, wahlweise eines brachliegenden Stücks Bauland.

dpa-Symbolbild

Friesland/Ostfriesland - Na, haben Sie in den vergangenen Tagen auch aufmerksam die Veröffentlichungen des Gutachterausschusses verfolgt? Schlagzeilen wie „Kleinere Grundstücke, höhere Preise, weniger Verkäufe“ für den Kreis Leer oder „Leute bauen weniger aufgrund der hohen Preise“ in Friesland und Wilhelmshaven verfolgt. Vielleicht mussten Sie auch schlucken, als sie lasen, zu welchen exorbitanten Wohnungspreisen – 28.300 Euro je Quadratmeter – das teuerste Domizil auf Norderney der Besitzer gewechselt hat, oder haben verwundert registriert, dass die Grundstückskäufe im Kreis Wittmund rückläufig sind, während im Kreis Aurich richtig Kasse gemacht wurde. Eine Frage kam da bei einigen unserer Leser aber auf:

Wie kann ich denn mal auf die schnelle prüfen, was mein Eigenheim wert ist ?

Nun ja, sicher ist: Auf die Schnelle geht das nicht, aber es gibt Wege. Nicht alle sind kostenfrei, nicht alle kommen um die Angabe von Daten und Kontaktweitergabe herum und auch über die Behörden ist die Wertermittlung mit Kosten verbunden – doch zumindest gibt es eine Auswahl.

Doch es ginge auch kostenfrei ?

Ja, wenn der Hauseigentümer Zeit investiert und sich mit einer gröberen Schätzung zufrieden gibt. Auf der Seite immobilienmarkt.niedersachsen.de führt der Gutachterausschuss, der Jahr für Jahr auch die Entwicklung des Immobilien- und Grundstücksmarkts in Ostfriesland und Friesland verfolgt, seine erhobenen Daten online aus. Sprich: Über die Grundstücksmarktdaten kann mit wenigen Klicks recherchiert werden, wie viele Grundstücke zu welchen Größen in welchem Kreis oder welcher Gemeinde zu welchen Preisen veräußert wurden. Allerdings: Der Gutachterausschuss ermittelt Mittel-Werte, also den Durchschnitt, doch er gibt eine gute Orientierung. So erfahren die Nutzer beispielsweise, dass in Emden sechs Baugrundstücke, im Schnitt 712 Quadratmeter groß, für 215 Euro je Quadratmeter gehandelt wurden.

Geht das noch genauer ?

Ja, wenn man sich mit Bodenrichtwerten zufrieden gibt. Bodenrichtwerte geben erst einmal den Wert des Grunds und Bodens an, etwa spielt hier die Lage eine Rolle. Die Immobilie selbst muss dann auch noch kalkuliert werden. Doch eben jene Bodenrichtwerte finden sich ebenfalls auf der Seite des Gutachterausschusses: Unter Bodenrichtwert/BorisNI kann einfach die eigene Adresse eingegeben kann der Wert der Quadratmeter ermittelt werden.

Gibt es da Beispiele ?

Klar: Auf einen Blick ist beispielsweise ersichtlich, dass die Bodenrichtwerte in der Gerhard-Hauptmann-Straße in Norden bei 130 Euro je Quadratmeter liegen, in der Goethestraße in Varel sind es 120, der Meisenweg in Wiesmoor kommt mit 80 Euro daher und an der Edzard-Cirksena-Straße in der Krummhörn werden Werte von 200 Euro je Quadratmeter ausgewiesen. Teures Pflaster ist die Norderstraße in Aurich, hier stehen 420 Euro auf der Liste. An der Straße Am Kirchplatz in Jever liegt der Richtwert bei 250 Euro, an der Thomasstraße in Leer bei 220 in Rhauderfehn am Groot Karkweg bei 13 Euro, wobei wie bei allen Grundstücken hier für eine bessere Wertermittlung noch per Hand die eigene Grundstücksgröße eingegeben werden sollte, um einen genaueren Wert zu erhalten. Das gibt dann schon mal eine Richtung vor.

Und gibt es noch mehr Daten ?

Auch das, allerdings sind die erst nach und nach abrufbar. Die meisten Informationen stellt die Behörde ab dem 26. Februar online, dazu zählt etwa die Regionale Auswertung der Grundstücks- und Immobilienverkäufe, also für die Kreise, Städte und Gemeinden in Ostfriesland und Friesland.

Welche Alternativen der Wertermittlung gibt es noch ?

Per Suchmaschine im Internet bieten einige Immobilienportale und Makler eine Wertermittlung an, meist auch kostenlos, aber nur für die Gegenleistung in Form von Kontaktdaten. Ebenfalls online, aber gegen Bezahlung, kann eine Wertermittlung auch über die Website des Gutachterausschusses erfolgen. Für die Online-Abfrage reichen Angaben wie Straße, Hausnummer, Ort, Baujahr, Grundstücksgröße und Wohnfläche. Mit diesen Daten können somit auch Kaufinteressierte mal den Gegenwert der Immobilie abchecken, die sie gern kaufen würden. Wer den Wert seines Hauses genauer bestimmen lassen möchte, kann sich an die Makler seiner Hausbank, an Maklerbüros oder auch unabhängige Gutachter wenden.

Anuschka Kramer
Anuschka Kramer Team Nord
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