Weener - Zur Setzung von 26 Stopelpersteinen lud am Samstag der Arbeitskreis Stolpersteine der Stadt Weener in die Norderstraße 81 nach Weener ein. Bürgermeister Heiko Abbas ergriff vor Ort das Wort und bedankte sich für die Organisation: „Seit 2016 sind nunmehr bereits 106 Steine verlegt worden – heute werden noch einmal 26 Steine folgen“, so Abbas. „Das ist für unsere Stadt eine große Leistung für die Erinnerungskultur, für das Verständnis für das jüdische Erbe unserer Stadt und für eine offene, demokratische Gesellschaft.“
Der Künstler Gunter Demnig hat im Rahmen eines Kunstprojektes in Weener 26 neue Stolpersteine, die an das Grauen und Leid der im Holocaust Verstorbenen erinnern sollen, eingesetzt.
100.000 Steine in den letzten 30 Jahren
Die ersten drei Steine setzte der Künstler Gunter Demning in der Norderstraße 81. In den letzten 30 Jahren wurden bereits 100.000 Steine gesetzt, um damit an einen Teil der Geschichte zu erinnern, den die Nazis versuchten zu vernichten. „Mit der Verlegung der Stolpersteine zeigen wir deutlich, dass das historische Erbe und die Verantwortung der Nazi-Diktatur für uns nach wie vor Verpflichtung sind. Wir zeigen, dass wir dem Ausspruch „Nie wieder“ gerecht werden wollen. Wir fühlen mit den Opfern des Terrorregimes von 1933 bis 1945 und den vielen Millionen Toten der Shoa in ganz Europa. Wir tun dies ganz konkret heute und jetzt mit dem Gedenken an 26 Menschen, die hier aus Weener kommend, ihr Leben verloren haben – Ihr Leben verloren haben durch deutsche Täter und durch deutsche Hand – Ihr Leben verloren haben, sicherlich auch durch Täter hier aus unserer Stadt, aus Weener.“ so Abbas.
Ein Zeitzeuge vor Ort
Auch Albrecht Weinberg besuchte die Veranstaltung in Weener. „Es ist uns eine besondere Ehre, dass Du heute den Weg nach Weener gefunden hast. Dass Du als Zeitzeuge uns heute darin bestärkst, die Verantwortung auf uns zu nehmen, dass das, was Dir und Deiner Familie, Deinen Freunden widerfahren ist, nie wieder vorkommt“, so Bürgermeister Abbas in seiner Ansprache. Vor insgesamt acht Häusern wurden die 26 Stolpersteine verlegt: Norderstraße in Höhe Hausnummer 81, Westerstraße Höhe Hausnummer 51, Risiusstraße 2, Bahnhofstraße 2 und 6, Kirchhofstraße 20, Mühlenstraße 31 und Graf-Ulrich-Straße.
