Uplengen - Wie geht es nun weiter mit den geplanten Windkraftanlagen bei Kleinoldendorf – Gemeinde Uplengen? Ende des vergangenen Jahres hatte der Naturschutzbund (Nabu) Widerspruch gegen den Bau dreier Windkraftanlagen eingelegt. Begründet wurde der Schritt damit, dass der Standort Kleinoldendorf teilweise in einem Wasserschutzgebiet liege und daher aus Sicht des Nabu für den Bau von Anlagen ungeeignet sei. Ferner kritisierten die Naturschützer, dass in dem Genehmigungsverfahren auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung verzichtet wurde. Die Argumente mussten daraufhin vom Landkreis Leer in einer Widerspruchsbearbeitung geprüft werden.
Entscheidung über Widerspruch erstmal ausgesetzt
Dies stagniert nun allerdings, wie auf Nachfrage bei Kreissprecher Philipp Koenen deutlich wurde. „In diesem Verfahren hat der Antragsteller nachträglich die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung beantragt und außerdem Widerspruch gegen einige Auflagen der Genehmigung eingelegt“, so Koenen. Gemeint ist der Antragsteller für den Windpark, nämlich die Enova Power GmbH. Ferner erklärte der Landkreis-Pressesprecher: „Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung über den Widerspruch des Nabu bis zum Abschluss der beiden anderen Verfahren ausgesetzt worden.“
Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben
Vonseiten der „Straub & Straub GmbH“, die für Enova die Pressearbeit durchführen, wurden derweil keine genauen Angaben hinsichtlich der in Auftrag gegebenen Umweltverträglichkeitsprüfung und des Widerspruchs gegen Auflagen in der Genehmigung gemacht. „Da sich Enova derzeit noch im laufenden Verfahren befindet, kann das Unternehmen daher aktuell noch keine weiteren Auskünfte geben. Wir bitten um Verständnis“, teilte Sprecherin Jacqueline Schwalm mit. Auf der Website zum geplanten Windpark in Uplengen heißt es seitens der Enova derweil, dass das Projekt weiter erfolgreich voranschreitet. „Die Projektentwicklung treibt derzeit die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) voran. Diese wird von Enova freiwillig durchgeführt und soll lediglich zu noch mehr Planungssicherheit führen. Läuft alles wie geplant, soll mit dem Bau des Windparks in 2024 begonnen werden“, heißt es auf der Website.
