Moormerland - Erneut ist es im Landkreis Leer zu Nutztierrissen gekommen. Wie auf der Umweltkarte des Landes Niedersachsen zu sehen ist, wurde sowohl am 27. April in Neermoor als auch am 1. Mai in Rorichum jeweils ein Schaf getötet. Die Gen-Analyse ergab dabei, dass die Tiere tatsächlich Opfer eines Wolfs wurden.
Immer wieder Risse
Unklar ist allerdings noch, um welchen Wolf es sich dabei handelt. Eine Kennung wurde mit der Meldung nicht veröffentlicht. Somit kann auch nicht gesagt werden, ob es sich um ein herumstreifendes Einzeltier oder es ein Wolf war, der beispielsweise zum Friedeburger oder zum Meppener Rudel gehört – oder bereits in anderen Teilen Ostfrieslands Nutztierschäden zu verantworten hat.
Drei Rüden bekannt
In den vergangenen drei Jahren waren es vor allem bekannte Einzelwölfe, denen die Schafe auf den Deichen zum Opfer fielen. Unter ihnen war der Rüde GW1924m, der aus einem belgischen Rudel stammen soll und zuvor schon in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen unterwegs war, bevor er gen Norden zog. Darüber hinaus hinterließen die Rüden GW1528m und GW2419m unabhängig voneinander ihre Spuren im Kreis Leer. Alle drei rissen zeitlich versetzt Schafe in Detern, Poghausen, Westoverledingen und Ihrhove. Hinzu kamen aber auch Risse, die keinem von den in den Datenbanken erfassten Wölfen zugeordnet werden konnten.
Zuletzt gab es, wie berichtet, in diesem Frühjahr im Neudorfer Moor Wolfsrisse, und zwar am 19. April. Mehrere Schafe wurden getötet und verletzt. Doch auch hier wurde vom Land keine Gen-Kennung mitgeteilt.
Riss bei Papenburg
Zuvor wurde von einem Riss in Börgermoor bei Papenburg berichtet, hier fiel am 20. Februar ein Schaf zum Opfer. Die Behörden vermuteten, dass in diesem letzten Fall ein Wolf aus dem Meppener Rudel verantwortlich ist.
Eine nicht unwahrscheinliche Annahme, denn Wölfe haben Territorien, die etwa 200 bis 350 Quadratkilometer groß sind.
