Friedeburg - Eine Episode zum Thema Radio aus seinen Kinderjahren schildert Reinhard Rull aus Friedeburg. „Wir schreiben das Jahr 1941 und lebten mit unserer Mutter, unserem Opa und meinem kleinen Bruder auf einem Hof in Uplengen. Unser Papa befand sich im Zweiten Weltkrieg an der Front.
Eines Tages besuchte uns unsere Tante mit ihrem etwa dreijährigen Sohn. Mutter lud die beiden ein, mit ins Haus zu kommen und etwas zu trinken. Unser kleiner Vetter sah sich etwas ängstlich um und stellte fest, dass in der Küche eine ihm unbekannte Stimme von einem unsichtbaren Mann zu hören war. Er schaute immer wieder gebannt in die Richtung, in der auf einer Kommode ein für ihn unbekannter und unbegreiflicher Apparat stand. Aber wo ist der Mann?
Das Radio und das Radiohören gehören in den Alltag der Menschen im Harlingerland. Deshalb interessiert uns Ihre Geschichte über Erlebnisse, die Sie mit diesem Medium verbinden. Wo haben Sie Ihren Lieblingssender gehört? Welche Sendungen und Musikstücke haben Sie geprägt? Wann und wo nutzen Sie heute das Radio?
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Dem Dreijährigen wurde das Ganze unerklärlich und unheimlich. Allmählich kamen ihm die Tränen. Dies mündete in ein lautes Schreien, bis er sich an den Rock seiner Mama klammerte. Er war einfach nicht zu beruhigen. Unsere Mutter hatte schließlich ein Einsehen, ging zu dem geheimnisvollen Gerät und drehte an einem Knopf. Es dauerte eine gewisse Zeit, und es herrschte „Ruhe im Saal“. Mein Vetter hatte sich endlich beruhigt.
