Langeoog - Wasser gab es diesmal beim Allerheiligen-Schwimmen von allen Seiten, die Dusche hatte die Wetterküche gleich in die Veranstaltung integriert. Für die zahlreichen Gäste, die trotz Regens den Weg an den Strand gesucht hatten, bedeutete das, dass sie erstmals auch nass wurden. Den Schwimmerinnen und Schwimmern machte das natürlich gar nichts aus, sie blieben diesmal besonders lange im 10,6 Grad warmen Wasser und liefen sogar bis auf die vorgelagerte Sandbank.
Mit „Lili Marleen“ ins Wasser
Gemeinsam mit Initiator Bernd Spies hatte Bürgermeisterin Heike Horn Teilnehmende und Gäste am Lale Andersen-Denkmal zum inzwischen 19. Allerheiligen-Schwimmen herzlich begrüßt und auf das große Engagement von Annelie und Bernd Spies und die vielen Spenden aufmerksam gemacht, die der Verein aus den Erlösen bereits finanziert habe. Feuerwehr und DLRG hätten mehrfach profitiert und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität seien unter anderem elektrische Strandrollstühle, Sandmatten und Umkleidekabinen angeschafft worden.
Ohne „Lili Marleen“ geht natürlich niemand Allerheiligen auf Langeoog ins Meer, Lothar Vogt hatte diesmal Unterstützung von Katja Agena und begleitete sie mit seiner Gitarre und einer Oberstimme. Die Gäste stimmten ein, anschließend zogen alle gemeinsam zum Hauptbad, wo es in diesem Jahr erstmals ins Wasser ging. Am Strand wurden die Schwimmer vom Mitgliedern des DLRG-Ortsverbandes Langeoog erwartet, die später aufpassten, dass alle heil wieder an den Strand zurückkamen. Auch der Rettungsdienst Mittelhessen war für Notfälle vor Ort und hatte sogar zwei Schwimmer ins Wasser „entsendet“, die hier sofort zur Stelle gewesen wären.
Fantasievolle Kostüme
Nach dem traditionellen Gruppenbild der Schwimmer – viele Aktiven sorgen mit bunten fantasievollen Verkleidungen wieder für ein farbenfrohes Bild – gönnte sich Organisator Bernd Spies einen kleinen Vorsprung, bevor er mit seiner Trillerpfeife das Signal gab, die Nordsee zu stürmen. Im Wasser ging es dann lebhaft zu und ein großer Teil ging sogar recht weit ins Wasser. Unterwegs waren Piraten, Bienen, Wasserwesen. Ein Schwimmer hatte sich mit einem Regenumhang bestens vorbereitet, um trocken zu bleiben.
Anschließend gab es am Kavalierpad erfrischende und wärmende Getränke und Bratwürste. Bratwurst-Europameister Philipp Burkhardt hatte Würste aus eigener Herstellung gespendet, „Kramps lüttje Laden“ lieferte die Getränke für den guten Zweck.
2005 das erste Mal
Das erste Allerheiligen-Schwimmen fand 2005 statt, aus der spontanen Idee von Peter Burkhard aus Mannheim, Peter Krämer aus Dortmund, Dr. Harald Lampe und Bernd Spies, dass damals herrliche Herbstwetter Allerheiligen für ein Bad in der Nordsee zu nutzen, war der Beginn einer Traditionsveranstaltung. Schon im nächsten Jahr sollte das Allerheiligen-Schwimmen wiederholt werden, trotz Orkan und Sturmflut mit knapp 2,80 Meter über normalem Hochwasser am Morgen gingen damals mittags 25 Schwimmerinnen und Schwimmer ins Meer.
