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Angiokard schließt Ende 2023 Unternehmen aus Hude übernimmt Räume und Mitarbeiter in Friedeburg

Der Medizintechnikhersteller Nordset aus Hude übernimmt die bisherigen Angiokard-Räume und einen Teil der Belegschaft an der Industriestraße in Friedeburg. Das sorgt für Erleichterung bei den Fachkräften.

Der Medizintechnikhersteller Nordset aus Hude übernimmt die bisherigen Angiokard-Räume und einen Teil der Belegschaft an der Industriestraße in Friedeburg. Das sorgt für Erleichterung bei den Fachkräften.

Detlef Kiesé

Friedeburg/Hude - Das Unternehmen Nordset mit Sitz in Hude stellt seit mehr als zwei Jahrzehnten Einmal-Operations- und Abdeckungssets für Augenärzte in ganz Europa her und expandiert fortwährend. „Der dritte Reinraum für die Produktion wird Ende Oktober fertig sein. Hier in Hude wird es aber zunehmend schwierig Mitarbeiter zu finden“, sagt Geschäftsführerin Kirsten Scholz.

Ein vierter Reinraum, der für die weitere Unternehmensentwicklung benötigt worden wäre, hätte eine Planungszeit von fast drei Jahren erfordert. So spricht Scholz von einer nahezu optimalen Perspektive, als es sich ergab, dass Nordset an der Industriestraße in Friedeburg bereits eingerichtete Produktionsräume für OP-Sets samt qualifiziertem Personal übernehmen kann. Der Medizinprodukthersteller Angiokard hat bekanntlich mitgeteilt, dass sie ihre Produktionsstätte zum Jahresende 2023 schließen wird.

In steriler Umgebnung werden bei Nordset medizinische Produkte für Augenärzte in Europa hergestellt.

MEDIZINTECHNIK „MADE IN GERMANY“ Nordset vermarktet in Europa jährlich 800.000 Operationssets

Detlef Kiesé
Hude

Vertrag mit Kletzsch

Nordset hat deshalb mit den Brüdern Endric und Thorsten Kletzsch, denen die frühere „Sagenhaft“-Liegenschaft mit insgesamt 5300 Quadratmetern Gebäudefläche gehört, einen Zehn-Jahres-Vertrag geschlossen, und errichtet somit einen zweiten Firmenstandort.

Die gute Nachricht, dass 40 Fachkräfte bis zum Ende des ersten Quartals 2024 bei Nordset eine Anstellung finden, hat in Friedeburg für Erleichterung gesorgt. „Ein weiterer Ausbau ist später durchaus denkbar“, unterstreicht Kirsten Scholz, die die Pläne gemeinsam mit den Kletzsch-Brüdern vorstellte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen fortan spezielle medizinische Einweg-OP-Sets her, die nicht mehr für Herz-Operationen, sondern für Eingriffe am Auge bestimmt sind. Die Fachkräfte werden entsprechend geschult, weil jedes Set für den Kunden individuell angefertigt wird. Scholz: „Im Betrieb wird es einen fließenden Übergang geben.“

Auf Expansionskurs

Nordset steht für „Made in Germany“, wobei nahezu alle Komponenten aus Deutschland und dem europäischen Ausland bezogen werden. Vor dem Hintergrund dieses Qualitätsaspekts steige die Nachfrage nach den Huder Medizinerzeugnissen sowie das Produktionsvolumen. Auf dem europäischen Kongress der Augenärzte in Wien im September präsentiert sich Nordset, um weitere Aufträge von Wiederverkäufern in den europäischen Ländern zu akquirieren.

Einen eigenen Außendienst unterhält Nordset nicht, verkauft wird über Distributeure. Geschäftsführerin Kirsten Scholz: „Wir benötigen also zusätzliche Kapazitäten, um den Nachfragen gerecht werden zu können.“ Über Bewerbungen für die Standorte in Hude und Friedeburg freut sich das Unternehmen daher sehr.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund
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