Holtriem/Neuschoo - Die gedruckte Zeitung, Landwirtschaft und lokale Berichterstattung – darum ging es unter anderem am Mittwochnachmittag, als der Anzeiger für Harlingerland auf seiner Tour „Harlinger vor Ort“ mit dem Mobil und seinem Stand Halt in der Samtgemeinde Holtriem machte. Auf den Dorfplatz in Neuschoo waren die Einwohner eingeladen, mit Redaktionsleiterin Anke Laumann und Redakteurin Ina Frerichs ins Gespräch zu kommen. Dabei sprachen die Besucher verschiedene Themen an. Ein Überblick:
Boßelsport
„Wir Älteren brauchen die Zeitung, um informiert zu werden“, sagt Heidi Buss aus Blomberg. Ihr ist es deshalb sehr wichtig, dass die gedruckte Zeitung erhalten bleibt. Sie liest gerne lokale Geschichten und ist froh, dass das Schützenfest in Blomberg wieder stattfinden durfte, worüber der Harlinger auch berichtete.
Heidi Buss gefällt die Seite „Unterhaltung“, wobei sie gerne wieder die Witze lesen würde. Sie schätzt den guten Draht zur Redaktion, Telefonanrufe und Meldungen unter „Kurz notiert“ würden von den Mitarbeitern gut angenommen werden.
Außerdem möchte sie, dass ausführlich über den Boßelsport berichtet wird. „Boßeln ist unser Heimatsport“, sagt sie.
Das sieht auch Werner Ihnken so. Die Einwohner wünschten sich, dass weiterhin über die Ergebnisse vom Boßeln und anderer lokaler Sportarten berichtet wird. Der Bürgermeister von Blomberg möchte, dass der Harlinger auf lokale, regionale Themen setzt.
Steigende Kosten
Werner Ihnken schätzt zudem die kleinen Feste in der Region. Das Ehrenamt habe gerade im ländlichen Raum einen hohen Stellenwert. Die Ehrenamtlichen würden etwa Feste organisieren, sie fördern die dörfliche Gemeinschaft. Das müsse unbedingt erhalten bleiben. Ein Thema, das viele beschäftigt, seien die steigenden Preise, etwa für Gas und Strom. Da auch die Zinsen und Baupreise steigen, würde manche Menschen ihr Baugrundstück zurückgeben, weil sie es schlichtweg nicht finanzieren können. Das sei ein Problem – auch im Hinblick auf Wohnungsknappheit.
Ihne Voß kommt auch aus Blomberg. Für ihn ist eins klar: Er tankt sein Auto mit Erdgas. Der Blomberger wünscht sich, dass mehr über das Fahren mit Erdgas berichtet wird. Das sei günstiger als Benzin oder Diesel.
Auch Landvolk-Kreisvorsitzender Günter Lüken schaute am Stand vorbei. „Uns gehen die Themen nie aus“, sagte er auf die Landwirtschaft bezogen. Er ist froh, dass die Erzeugerpreise steigen. Die Energiekrise im Hinblick auf den Ukraine-Krieg mache sich aber bemerkbar.
Abendliche Ausgabe
Bärbel Krohn-Blaschke ist Pastorin der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Neuschoo. Sie liest den Harlinger gerne schon abends als ePaper.
Im ländlichen Raum ist die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftszweig. In der Region gebe es mehrere Betriebe. Deshalb sei es so wichtig, dass über Landwirtschaft berichtet wird, sagt sie. Auf die Kirche und die Corona-Zeit bezogen wünscht sich Bärbel Krohn-Blaschke, dass „wir weiterhin Gottesdienste feiern können.“ Die Kirchengemeinde streame auch ihre Gottesdienste im Internet.
Nächster Stopp
„Harlinger vor Ort“ ist als nächstes auf dem Wochenmarkt in Esens zu Gast. Am Mittwoch, 3. August, von 10 bis 12 Uhr sind Redaktionsleiterin Anke Laumann und Redakteurin Julia Dittmann mit ihrem Stand vor Ort und kommen gerne mit den Lesern ins Gespräch.
